Unternehmen für Demokratie: Ein Netzwerk aus Freiburg, das Haltung in die Wirtschaft trägt

Unternehmen für Demokratie Freiburg

Viele unserer Kundinnen und Kunden sind Teil des Netzwerks „Unternehmen für Demokratie“ oder wirken in seinem Umfeld mit. Das freut uns sehr. Denn die Idee hinter diesem Zusammenschluss passt zu dem, was auch uns als Wirtschaftsmediator*innen bewegt:  Wo Demokratie unter Druck gerät, spüren Teams und Unternehmen das längst im Alltag. Deshalb ist es uns wichtig, Verantwortung zu übernehmen, Haltung zu zeigen und die Zusammenarbeit zu stärken.

Unternehmen wirken nicht im luftleeren Raum. Sie prägen Kultur, Sprache, Entscheidungen und Beziehungen. Sie geben Menschen Orientierung und sie beeinflussen, wie wir miteinander umgehen. Sie sind also nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Akteure. Wenn sich das politische Klima in Deutschland verändert und Menschen sich von demokratischen Parteien abwenden, dann hat das auch Konsequenzen für Unternehmen.
Eine zukunftsfähige Wirtschaft braucht eine starke, freie Demokratie – und Demokratie braucht Unternehmen, die Verantwortung übernehmen. Während Alexander Kühnen, Chef von Bahlsen und Raoul Roßmann, Chef der Handelskette Rossmann, sich in separaten Interviews und Handlungen klar gegen die AfD und rechtsextreme Positionen positionieren, haben auch Unternehmen in unserer Region Verantwortung übernommen und ducken sich nicht weg.

Ein Netzwerk aus Freiburg mit klarer Haltung und praktischen Ansätzen

Elf Freiburger Unternehmen gründeten Anfang 2026 gemeinsam mit AllWeDo e.V. das Netzwerk „Unternehmen für Demokratie“. Es versteht sich als überparteilicher Zusammenschluss von Unternehmen, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Demokratie in Deutschland einsetzen.
78% der Beschäftigten wünschen sich eine klare Haltung ihres Arbeitgebers zur Demokratie (vgl. jobtensor-Studie „Demokratie braucht Arbeitgeber“, 2025). Doch wo und wie können sich Unternehmen positionieren und aktiv werden? Das Netzwerk schafft mit seinen Angeboten eine Plattform dafür. 
Es will nicht nur Akteure mit einer gemeinsamen Überzeugung zusammenbringen. Es will Kräfte bündeln, öffentlich Position beziehen, demokratische Kultur im Unternehmensalltag stärken und Menschen zur Beteiligung bewegen. Dafür nennt es drei konkrete Handlungsfelder: Vernetzung und Zusammenarbeit, öffentliche Kampagnen sowie demokratische Kompetenzen in Unternehmen.

Schon die erste Kampagne #IchWähleDemokratie – eine großangelegte Aktion mit Stellungnahmen in sozialen Medien zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg – wurde von mehr als 20 Geschäftsleitungen unterstützt, darunter Unternehmen und Verbände wie JobRad, der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft und VAUDE. Zweisicht war auch dabei mit einem Beitrag auf LinkedIn.

Demokratie fördern im Arbeitsalltag durch praxisnahe Bildungsformate

Wenn Polarisierung zunimmt, betrifft das früher oder später auch Abteilungen und Teams. Das Netzwerk benennt die Folgen deutlich: Wachsende Gegensätze schwächen Zusammenarbeit und Leistung. Das können wir nur bestätigen: Wo Menschen einander nicht mehr zuhören, wo Spannungen eskalieren oder Unterschiede als Bedrohung erscheinen, leidet nicht nur das Arbeitsklima. Der Betrieb kommt ins Stocken, die Produktivität leidet, Fachkräfte wandern ab.
Für uns bei Zweisicht endet das Thema Demokratie nicht bei Wahlen oder öffentlichen Statements. Demokratieförderung braucht es auch dort, wo Menschen täglich zusammenarbeiten. Genau deshalb tragen wir die Ziele des Netzwerks durch unsere Beteiligung aktiv mit: Demokratische Kultur und Partizipation in Unternehmen fördern, Good Practice austauschen und praxisnahe Bildungsformate für den Arbeitsalltag entwickeln. Wie ein belastbares Brückengeländer gibt es Halt, ohne den Weg vorzuschreiben. Unternehmen können sich vernetzen, Angebote nutzen oder in Arbeitskreisen aktiv mitarbeiten. So entsteht ein gemeinsamer Raum für Haltung und Handlung. Das halten wir für sinnvoll und zielführend.

Warum wir uns dem Netzwerk verbunden fühlen.

„Unternehmen für Demokratie“ ist für uns ein wichtiges Netzwerk zur richtigen Zeit. Es verbindet wirtschaftliche Verantwortung mit gesellschaftlicher Haltung. Es schafft Austausch, macht Engagement sichtbar und stärkt Demokratie dort, wo viele Menschen jeden Tag zusammenkommen: am Arbeitsplatz.
Wir begrüßen das sehr. Weil viele unserer Kundinnen und Kunden dort vertreten sind. Weil wir die Idee überzeugend finden. Weil wir uns den Werten verpflichtet fühlen. Und weil wir wissen: Eine konstruktive Konfliktkultur, echte Beteiligung und demokratische Werte gehören zusammen.

Mehr über das Netzwerk und seine wichtige Arbeit findest du unter www.unternehmen-fuer-demokratie.org oder folge dem Netzwerk auf LinkedIn.

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