Mehr Erfolg durch Stärkenorientierung in der Führung

Dr. Markus Strauch, Diplom Psychologe und Gestalttherapeut, ist Pionier für Positive Leadership und Social Entrepreneuership. Sein Gastartikel beschäftigt sich mit Positive Leadership, einem modernen Ansatz erfolgreicher Führung, der auf den neuesten Erkenntnissen der Positiven Psychologie beruht.

Die Positive Psychologie hat sich der Erforschung gelingender Lebens- und Arbeitsweisen verschrieben. Sie gewinnt in den letzten Jahren auch in der Führungskräfteentwicklung immer mehr an Bedeutung. Der Führungsansatz „Positive Leadership“ leitet sich aus den Erkenntnissen, Methoden und Interventionen der Positiven Psychologie ab. Stärkenbasierte Führung, wie die deutsche Übersetzung lautet, setzt auf eine konsequent potentialschöpfende Grundhaltung, deren Effekte anhand der folgenden vier Führungsrollen und -ebenen deutlich werden.

1. Selbstführung: Führungskraft als Mensch

Positive Leadership beginnt bei der Person, die andere Menschen, Teams oder Organisationen führen will. Sich selbst zu führen bedeutet, die eigenen Stärken zu kennen und diese bewusst einzusetzen. Das Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen hilft gerade in ergebnisoffenen Veränderungsprozessen, Ruhe und die Zuversicht zu spüren, dass die anstehenden Aufgaben für einen selbst machbar sind. Wenn die Führungskraft sich selbst führen kann, wirkt sie als authentisches Vorbild für andere.

2. Mitarbeiterführung: Führungskraft als Coach

Hat die Führungskraft für sich die innere Haltung der Stärkenorientierung entwickelt, kann sie das eigene Zutrauen an ihre Mitarbeiter weitergeben und auch deren Stärken fördern. Die Orientierung an den persönlichen Stärken bleibt unabhängig vom Wandel im Außen bestehen. Die Führungskraft versteht sich als Coach, deren Aufgabe es ist, die Stärken jedes Einzelnen zu erkennen, zu fördern und systematisch für eine gelingende und erfolgreiche Zusammenarbeit einzusetzen.

3. Organisationsführung: Führungskraft als Organisator

Auf der Ebene der Organisation bedeutet Positive Leadership die Rahmenbedingungen und Ressourcen, z. B. Räume, Materialien, Regeln, Standards, Prozesse so einzurichten, dass sie den Stärken der einzelnen Mitarbeitenden, der Teams und des gesamten Unternehmens entspricht. Die Führungskraft hat darin die Rolle des Organisators inne, die die nötigen Strukturen schafft.

4. Führung zu ökonomischem und sozialem Mehrwert: Führungskraft als Visionär

Der Ansatz des Positive Leadership trägt zu einer Unternehmenskultur bei, die die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden fördert. Aus Mit-Arbeitenden werden Mit-Unternehmer, die zur Innovationskraft des Unternehmens einen Beitrag leisten wollen. Die Führungskraft ist in diesem Sinne ein Visionär und entwirft das Bild eines Unternehmens, das den Menschen, die darin arbeiten, gut tut.

Positive Leadership verbessert nachweislich den Erfolg von Unternehmen

Positive Leadership ist als Gesamtes ein systematischer Potentialentfaltungsprozess, der nachweislich individuelle, interpersonelle, organisatorische und unternehmerische Bedingungen verbessert, z. B. eine konstruktive Kommunikations- und Konfliktkultur unterstützt, die Gesundheit am Arbeitsplatz fördert, die Produktivität einzelner Mitarbeiter und Teams erhöht, die Profitabilität des gesamten Unternehmens steigert. Eine positive Unternehmensführung kann sogar auch über das Unternehmen hinaus wirken und die Stellung am Markt verbessern. Bekannte Unternehmen wie IKEA, Media Markt, Metro, u.v.m. setzen die Instrumente der Positiven Psychologie bereits erfolgreich ein.

Stärkenorientierte Interventionen in Mediation, Coaching und Beratung

Haben Sie nun Lust bekommen, mehr über Stärkenorientierte Interventionen zu erfahren und wie Sie diese in Ihrem Arbeitsfeld anwenden können? Hier erfahren Sie mehr darüber:

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