Wie Sie in mittelständischen und großen Unternehmen ein effizientes Konfliktmanagementsystem erfolgreich einführen

Konflikte im Arbeitskontext gehen häufig mit Rat- und Hilflosigkeit einher, wie der Eskalation von außen noch Einhalt geboten werden kann. Je weiter der Konflikt eskaliert ist, umso größer der Lösungs- bzw. auch der Kostendruck. Ein effizientes Konfliktmanagementsystem (KMS) hilft genau in diesen Phasen Kosten zu sparen, indem es Konflikte frühzeitig angeht und nachhaltig löst.

„Pass bloß auf, wenn du in die Buchhaltung gehst, dass du nicht zwischen die Fronten gerätst. Da herrscht Krieg.“ Zwei Mitarbeiter, Frau Sigel und Herrn Bär, haben einen Konflikt. Sogar Kollegen außerhalb der Abteilung nehmen die Spannungen war. Darüber wird viel geredet und das nicht nur in der Pause. Frau Sigel hat heute eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für vierzehn Tage geschickt. „Ich halte das nicht mehr aus!“, hat sie tags zuvor im Vertrauen ihrer Kollegin gesagt. Trotz aller Bemühungen der Geschäftsleitung und des Teamleiters, zwischen den beiden zu schlichten, zieht der Konflikt immer weitere Kreise.


Konflikte im Arbeitskontext können so oder ähnlich ablaufen und gehen häufig mit Rat- und Hilflosigkeit einher, wie der Eskalation von außen noch Einhalt geboten werden kann. Je weiter der Konflikt eskaliert ist, umso größer der Lösungs- bzw. auch der Kostendruck. Denn wo gestritten wird, wird quantitativ und auch qualitativ weniger gearbeitet. Vor allem Transformation und Wandel von Unternehmen durch starkes Wachstum, Stellenabbau oder Neu- bzw. Umstrukturierungsprozesse, bergen ein hohes Konfliktpotenzial. Ein effizientes Konfliktmanagementsystem (KMS) hilft genau in diesen Phasen Kosten zu sparen, indem es Konflikte frühzeitig angeht und nachhaltig löst.

1. KMS als Konfliktprophylaxe - Die „Früherkennung“

Oft erhalten Mitarbeitende erst dann Hilfe, wenn der Konflikt schon sehr weit eskaliert ist und die Folgen „spürbar“ sind. Ein KMS verhindert die Eskalation, indem es den Mitarbeitenden schon frühzeitig Handlungsalternativen anbietet. Im Konfliktfall wissen die Beteiligten, an wen sie sich wenden können. Das baut Barrieren ab. Eine Arbeitsunfähigkeit wie im Fall der Frau Sigel, hätte dadurch u.U. verhindert werden können.

2. KMS schafft Transparenz und Ordnung

Ein KMS definiert einen strukturierten Prozess. Der Ablauf einer Konfliktbearbeitung wird im Unternehmen für alle Beteiligten transparent und geordnet. Die Struktur gibt Orientierung und Sicherheit, da die Beteiligten wissen, an wen sie sich wenden können und welche Maßnahmen aufeinander folgen. Im Fall von Herrn Bär und Frau Sigel hätten diese eine Erstberatung bei einem Konfliktnavigator des Unternehmens in Anspruch nehmen können, dieser hätte ihnen dann bspw. eine Mediation bei einem internen Mediator empfohlen.

3. KMS ist eine Chance für die Unternehmensentwicklung

Konfliktprozesse werden mittels KMS koordiniert und analysiert. Mit einem KMS können Konflikte interessenorientiert und nachhaltig gelöst werden. Dem Konflikt zwischen Frau Sigel und Herrn Bär waren gestiegenen Arbeitsanforderungen vorausgegangen. Nachdem Frau Sigel wieder aus der Krankheit zurückkam, wurde das Team durch einen weiteren Mitarbeiter ergänzt. Konflikte werden also nicht mehr nur als Probleme von Einzelnen betrachtet, sondern als Chancen zur Weiterentwicklung im Unternehmen erkannt und nutzbar gemacht.

Wie Sie ein Konfliktmanagementsystems für mittelständische und große Unternehmen aufbauen können

Erfolgreiches Konfliktmanagement ist an systematische Vorarbeit, strukturiertes Vorgehen und Koordination der unterschiedlichen Konfliktanlaufstellen gebunden. Konfliktprophylaxe und die Konfliktbearbeitung z. B. durch Mediation sind wesentliche Bausteine eines KMS. Um ein KMS in ihrem Unternehmen einzuführen ist es wichtig, alle Elemente und deren Zusammenspiel zu verstehen. Außerdem hilft es ihnen, Hürden und Grenzen zu kennen, um mit Widerständen innerhalb des Unternehmens gut umgehen zu können.

Sie wollen ein KMS in ihrem Unternehmen anregen oder implementieren?

Dann kommen Sie zur Fortbildung Aufbau eines Konfliktmanagementsystems für mittelständische und große Unternehmen nach Freiburg. Jürgen Briem ist freier Mitarbeiter bei Zweisicht und war „Head of Conflict Management System (CMS@SAP) bei SAP SE, Leiter des Mediatorenpools der SAP SE und ist Initiator des „Round Table Mediation und Konfliktmanagement der Deutschen Wirtschaft“. An zwei Trainingstagen lässt er Sie an seinem langjährig erprobten und evaluiertem praktischen Erfahrungsschatz bei der Implementierung und im „Live-Betrieb“ von Konfliktmanagementsystemen und Mediatorenpools in Unternehmen verschiedener Größen teilhaben.

Alle Informationen zur Fortbildung finden Sie hier: Aufbau eines betrieblichen Konfliktmanagementsystems für mittelständische und große Unternehmen.

 

 

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