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Newsletter Dezember 2016

„Bevor wir mit anderen verhandeln, müssen wir mit uns selbst einig sein.”

—  William Ury (Mitbegründer des „Harvard-Konzepts“)

(c) Elke Schwertfeger

Liebe Leserinnen und Leser,

unseren Advents-Newsletter widmen wir dem Thema Verhandlung im Spannungsfeld von anspruchsvoller Herausforderung und ureigener Fähigkeit des Menschen. Wir zeigen, wie neue Ansätze in der Verhandlungstheorie die Grenzen zwischen Verhandlung und Mediation verschwimmen lassen, und stellen das aktuelle Buch des Harvard-Mitbegründers William Ury vor. Wir gehen auf eine der wichtigsten „inneren Verhandlungen“ zukünftiger Führungskräfte ein. Außerdem gibt es (mal wieder) Neues vom Mediationsgesetz und einen exklusiven Praxistipp, der dieses Mal – passend zu den kälter und dunkler werdenden Tagen - mit Lagerfeuer zu tun hat.

Und wie immer geben wir in freudiger Erwartung einen Ausblick auf die kommenden Seminare und Ausbildungen und laden Sie herzlich dazu ein!

Viel Spaß beim Lesen und eine schöne Advents- und Weihnachtszeit wünschen

Elke Schwertfeger   Christian Bähner  Dr. Corina BastianBirgit Steiger

 

Bild: © Elke Schwertfeger

Wissenswert

Verhandlung 2.0

Das 21. Jahrhundert wird auch als „Ära der permanenten Verhandlung“ beschrieben: die fortwährende Globalisierung bringt es mit sich, dass über kulturelle Grenzen hinweg Einigungen gefunden werden müssen. Eine große Herausforderung? Sicherlich. Man kann es aber auch so sehen: Verhandeln ist eine ureigene Fähigkeit des Menschen. Wir verhandeln ununterbrochen – weiterlesen ...

 

 

Professionell verhandeln lernen bei Zweisicht  

Wir freuen uns, mit Dr. Hans-Jörg Schwartz einen erfahrenen Verhandlungs-Experten für die Zweisicht.Akademie gewonnen zu haben! Die äußerst praxisnahe dreitägige Fortbildung richtet sich an Mediatoren, Coachs und Berater sowie an Praktiker aus der Wirtschaft, die für sich, ihre Auftraggeber oder ihr Unternehmen anspruchsvolle Verhandlungen führen. Weiterlesen ...

 

 

Führung: Willst Du oder willst Du nicht?

Es ist die Gretchen-Frage der Unternehmenskarriere: Will ich wirklich Menschen führen? Im Nachwuchs-Förderungsprogramm des Unternehmens Käfer steht diese Frage im Mittelpunkt. Weiterlesen ...

 

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle veraltet ...? Auf das Menschenbild kommt es an!

Lars Vollmer, Unternehmer und Mitbegründer von intrinsify.me, einem Thinktank für moderne Unternehmensführung, schreibt in seinem Blog über die Bedeutung des Menschenbildes. Was ich erwarte, werde ich bekommen – so könnte man seine Meinung zusammenfassen. Weiterlesen ...

 

 

Bemerkenswert

Rechtsverordnung zum Mediationsgesetz verabschiedet

Das BMJV hat am 21.08.2016 die Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren erlassen. In ihr ist geregelt, wer sich ab dem 01.09.2017 „zertifizierter Mediator“ nennen darf. Heimlich, still und leise hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz am 21. August 2016 die „Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung“ (ZMediatAusbV) verabschiedet. Sie tritt allerdings erst zum 01.09.2017 in Kraft. Das Wichtigste der ZMediatAusbV auf einen Blick.
Die soeben erlassene Verordnung enthält keine wirklichen Überraschungen. Die zentralen Punkte wie Ausbildungsumfang, -inhalte und Übergangsregelungen blieben gegenüber der Entwurfsfassung weitgehend unverändert. Vor allem hierauf bezog sich die Kritik vieler Stellungnahmen. Stärker betont wird die Durchführung der Ausbildung in Präsenzseminaren, die Praxiserfahrung sowie die Qualitätssicherung durch Supervision.
Christian Bähner wurde zu diesem Thema in den vergangenen Wochen für Mediation aktuell und Training aktuell interviewt und hat kritisch zur Rechtsverordnung Stellung genommen.
Seit Veröffentlichung des Verordnungsentwurfs haben die Mediationsverbände und Interessengruppen in unterschiedlichen Zusammensetzungen sich mit den Folgen der Verordnung auseinandergesetzt. Neben den Stellungnahmen wurde diskutiert eine „Gemeinsame Prüfstelle Zertifizierter Mediator“ (GPZM) zu gründen, die u.a. auch die Vergabe eines Gütesiegels an Ausbildungseinrichtungen für Mediation zur Aufgabe haben soll. Im März 2015 haben dann BM, BAFM, BMWA, DFfM und DGM angekündigt, einen „Qualitätsverbund Mediation“ zu schaffen, um gemeinsame Basisstandards in Mediation und Vergleichsmöglichkeiten der Ausbildungsangebote zu schaffen. Die verbandseigenen Standards sollten dadurch nicht außer Kraft gesetzt werden. Der aktuelle Diskussionsstand ist derzeit nicht bekannt, auch nicht, ob durch die Rechtsverordnung diese Ideen obsolet geworden ist.
Die Zweisicht.Akademie bietet seit 2003 eine Ausbildung in Wirtschaftsmediation an. Diese orientiert sich an den Standards und Ausbildungsrichtlinien des Bundesverbandes Mediation e.V. und ermöglicht eine Lizenzierung bei den wichtigsten Mediationsverbänden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Absolventen können sich vom 01.09.2017 an „zertifizierter Mediator“ nennen. Für frühere Jahrgänge gibt es Übergangsregelungen. Im April 2017 startet die 23. Mediationsausbildung in Freiburg.
Zweisicht bietet für ausgebildete Mediatoren eine Fortbildung zum Thema „Update Recht“ an (siehe unter Offene Seminare in diesem Newsletter). Foto: (c) Thorben Wengert / PIXELIO

Unternehmen verpflichten sich zur Alternativen Streitbeilegung

Auf Initiative des RTMKM (Round Table Mediation und Konfliktmanagement) werden im Oktober 2016 die ersten deutschen Unternehmen eine freiwillige Selbstverpflichtung zum Umgang mit Konflikten unterschreiben: den Conflict Management Codex. Die Unternehmen und Unternehmensgruppen bekunden damit ihre Absicht, im Falle eines Konflikts mit einem anderen Unternehmen, die Methoden der alternativen Streitbeilegung (darunter die Mediation) ernsthaft zu prüfen. Weiterlesen ...

 

Studienserie zum Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft abgeschlossen

Das Konfliktmanagement deutscher Unternehmen stand im Fokus einer auf zehn Jahre angelegten, viel beachteten Studienserie, die von der Europa-Universität-Viadrina (Frankfurt/Oder) in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (Frankfurt/Main) durchgeführt wurde. Der nun vorliegende fünfte Teil der Studie schließt das langjährige Forschungsprojekt ab: „Konfliktmanagement in der deutschen Wirtschaft – Entwicklungen eines Jahrzehnts“. Weiterlesen ...

Wertvoll: Referenzen

In dieser neuen Rubrik veröffentlichen wir ab sofort persönliche Referenzen, die uns besonders gefreut haben. Herzlichen Dank für Ihr Feedback!

Elke Hänle (Betriebsrätin bei der SAP SE) über die Fortbildung „Conflict Coach“ mit Jörg Middendorf:  

„Herzlichen Dank für das tolle Seminarangebot Conflict Coach CDP. Ich habe aus dem ersten Teil bereits jetzt schon sehr viel mitnehmen können. Danke für die tolle Aufbereitung des komplexen Trainingsinhalts und die angenehme Atmosphäre. Besonders gut gefallen hat mir der Konflikt Kompass und die Übungseinheiten. Das hat das Bild im Umgang mit Konflikten sowohl als Mediator, als auch Konflikt Coach erweitert und sehr bereichert. Zwischenheitlich habe ich mehrfach mit dem Kompass gearbeitet und meine Aufmerksamkeit im Erkennen von konstruktiven und destruktiven Konfliktverhaltensweisen sensibilisiert. Das ist für mich sowohl für Mediationen als auch für Konfliktberatung im Einzelnen sehr wertvoll.
Es ist immer wieder eine riesige Freude nach Freiburg zu kommen und bei Zweisicht das Spektrum zu erweitern.“

Praxistipp: Gruppengespräch am „Lagerfeuer“

„Als die Mitarbeiterin den Namen des Kollegen ausspricht, wird es plötzlich ganz still im Raum. Der Kollege war im vergangenen Jahr unerwartet verstorben. Man hatte mir in der Auftragsklärung für die Teamentwicklung gesagt, dass es für alle ein großer Schock war, seitdem die Stimmung im Team bedrückt und verhalten sei. Genau dieses Wissen liegt nun im Raum, nur wagt keiner, es auszusprechen – so meine Vermutung. Ich frage mich, wie ich einen geeigneten Rahmen schaffe, in der die Teammitglieder offen über ihre Erfahrungen mit dem verstorbenen Kollegen sprechen können, ehrlich und „ehrend“ zugleich?“

Manchmal gelangt man in Mediationen oder Teamworkshops an einen Punkt, an dem ausgesprochen werden muss, was auf der „Teamseele“ liegt. Dann braucht es einen besonderen Rahmen, in dem Dinge besprechbar werden, über die „man“ gemeinhin nicht redet: Kritik an Kollegen, die nicht anwesend sind; die Erfahrungen mit einem Chef, der versetzt wurde; die verbesserte Stimmung im Team, seit eine bestimmte Person nicht mehr dabei ist ...

Im exklusiven Downloadbereich für Newsletter-Abonnenten können Sie kostenlos die Methode „Lagerfeuer“ sowie weitere Praxistipps aus vorherigen Newslettern herunterladen. Den Link finden Sie am Ende dieses Newsletters.

Foto: © Silly, Gerd Pfaff, Bolliger Hanspeter, Magicpen, ro18ger / PIXELIO

Lesenswert: „Wissen, was ich will, und erfolgreich verhandeln“

William Ury: „Wissen, was ich will, und erfolgreich verhandeln.“ München. Deutsche Verlags Anstalt 2016.

Der Autor des Grundlagenwerkes „Verhandeln mit dem Harvard Konzept“, William Ury, zieht Bilanz nach mehreren Jahrzehnten Verhandlungen und Verhandlungstraining mit Regierungsvertretern, Diplomaten, Managern und vollzieht einen Perspektivenwechsel: Einig müssen wir zunächst mit uns selbst werden!
Die erste und wichtigste Verhandlung, so Ury, findet zwischen unseren inneren Stimmen statt. Zuerst müssen wir selbst wissen, was wir wollen, um dann auch im Austausch mit anderen ein klarer und integraler Verhandlungspartner sein zu können. Weiterlesen ...

 

 

 

Lohnenswert: Offene Seminare ...

Innere Konflikte lösen. Ein Seminar für Mediatoren, Coachs & Berater zu „The Work“ nach Byron Katie
04. - 05. Februar 2017 mit Ina Rudolph

Jetzt informieren: Details & Anmeldung

Professionelles Verhandlungsmanagement für Berater/innen und Praktiker/innen aus der Wirtschaft
09. - 11. Februar 2017 (erster Tag: 10.00-18.30 Uhr, zweiter Tag: 9.00-18.00 Uhr, dritter Tag: 9.00-13.00 Uhr) mit Dr. Hansjörg Schwartz

Jetzt informieren: Details & Anmeldung

Einfach visualisieren in Mediation, Coaching & Beratung
17. - 18. März 2017 mit Jörg Schmidt (erster Tag: 19.00 - 22.00 Uhr)

Jetzt informieren: Details & Anmeldung

Update Recht gem. ZMediatAusbV
24. - 26. März 2017 (erster Tag: 10.00-18.30 Uhr, zweiter Tag: 9.00-18.00 Uhr, dritter Tag: 9.00-13.00 Uhr) mit RAin Florina Hirt

Jetzt informieren: Details & Anmeldung

Conflict Coach - Training & Zertifizierung in der Anwendung des Conflict Dynamics Profile®
15. - 16. Mai 2017 (Phase 1) mit Jörg Middendorf
17. Juli 2017 (Phase 3) mit Jörg Middendorf

Jetzt informieren: Details & Anmeldung

Dynamic Facilitation
04. - 06. Oktober 2017 mit Matthias zur Bonsen

Jetzt informieren: Details & Anmeldung

Das Seminarprogramm 2017 der Zweisicht.Akademie im Überblick: Flyer – Web.

... und Weiterbildung in Wirtschaftsmediation

(c) Kim Dai-Kuasook, Grook

23. Ausbildung Wirtschaftsmediation
Start: 27. – 29. April 2017 (sieben berufsbegleitende Module; Abschluss: 23. – 25.11.2017)

Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne unser ausführliches Curriculum zu und beraten Sie unverbindlich in einem persönlichen oder telefonischen Beratungstermin. Jetzt informieren!

Infoabend zur Ausbildung am Freitag, 17.02.2017, 18:00 bis 19:30 Uhr und am Freitag, 06.10.2017, 18:00 - 19:30 Uhr.

Jetzt anmelden.

Für langfristig planende Menschen

Die Module für den 24. bis 26. Ausbildungsgang Wirtschaftsmediation sind bereits terminiert und auf der Website einsehbar: Termine 2017-2018 einsehen

In Kontakt bleiben und informiert sein ...

Wir freuen uns über „Followers“, „Likes“ und Feedbacks – vielen Dank!

Impressum

Unser Newsletter geht an Kunden, Partner und Kollegen von Zweisicht. Er beleuchtet Themen rund um Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation und informiert über das Angebot von Zweisicht. Eine Weitergabe des Newsletters ist  erwünscht.

Zweisicht.
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Hirschenhofweg 14
79117 Freiburg
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FON  +49 (0)761 20 22 200
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