Zweisicht-Info #1 (01_2007)

Liebe Leserin und lieber Leser,

wir hoffen, dass Sie gut ins neue Jahr gestartet sind und Zeit hatten, das alte Jahr angenehm ausklingen zu lassen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie Ihren für 2007 gesteckten Zielen einen guten Schritt näher kommen!
Auch wir haben uns in diesem Jahr einiges vorgenommen - einen ersten Vorsatz lösen wir hiermit ein. Ab sofort gibt es von Zweisicht einen Newsletter, den wir mindestens 4x im Jahr versenden werden. Er geht an unsere Kunden, Partner und Interessenten, enthält interessante Infos rund um unsere Kernkompetenzen Wirtschaftsmediation & Konfliktmanagement und weist Sie auf aktuelle Veranstaltungen hin.
Wir freuen uns über diesen neuen Weg, mit Ihnen Kontakt zu halten und hoffen, Ihnen immer wieder einen Mehrwert nach unserem Motto "Wir fördern Konfliktverständnis" zu leisten. Auf Ihre Rückmeldungen sind wir gespannt!

Herzliche Grüße von Zweisicht
Christian Bähner & Elke Schwertfeger

Sie lesen in dieser Zweisicht-Info:

  1. Denk-Mal
  2. Mediation & Coaching - Zwei Beratungsformen im Vergleich
  3. Aufgelesen
    - Lesetipp: Spektrum der Mediation #23 - "Mediation und Supervision in Organisationen"
    - Ein nicht ganz ernst gemeinter Tipp zur Erfassung der Konfliktkosten
  4. Aktuelles von Zweisicht
  5. Start unserer neuen Ausbildung am 20.-22. April 2007:
    Wirtschaftsmediation - Konflikte in Organisationen & Teams konstruktiv lösen.
  6. Angebote für Professionals
    - Emotionen in der Mediation mit Dr. Christoph Thomann (16./17. März 2007)
    - Supervisionstag(e) für (Wirtschafts-)Mediator/innen
    - Tagesworkshop Wirtschaftsmediation (3. März 2007)
  7. Blick über den Tellerrand: Vernetzung, Fortbildung & Entwicklung
    - Jahresprogramm 2007 der Regionalgruppe Freiburg im BM
    - Regionalgruppe Rhein-Main veranstaltet wieder Tagesworkshops, u.a. mit den Change-Management-Experten Klaus Doppler
  8. Abspann


 

1. Denk-Mal

"Jedes Ding hat drei Seiten: eine, die du siehst, eine, die ich sehe, und eine, die wir beide nicht sehen."
(Chinesische Weisheit) 

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2. Mediation & Coaching - Zwei sich ergänzende Beratungsansätze

Personalentwicklung, Teamentwicklung, Coaching, Mediation ... Aus Kundensicht hat sich ein unübersichtliches Feld von Beratungsangeboten gebildet, die Begriffe werden wenig differenziert benutzt. In unserer Beratungspraxis ergänzen sich unterschiedliche Methoden. Im Vordergrund steht für uns immer das Anliegen des Kunden. Eine sorgfältige Prüfung des Problems und des Kontextes sichert die Qualität der Arbeit. Es geht dabei nicht um Methodenreinheit sondern um praxis- und lösungsorientiertes Vorgehen. Oftmals benennt der Kunde eine Maßnahme mit dem „falschen“ Namen (meist wenn er das Wort Konflikt vermeidet, z.B. Führungscoaching statt Mediation), dann sind Diskussionen über Begrifflichkeiten unangebracht. Es ist Aufgabe des Coaches und des Mediators eine qualifizierte Diagnostik zu betreiben und darauf aufbauend, ohne missionarischen Eifer, eine passende Intervention zu wählen.

Begrifflichkeiten
Ich verwende den Begriff des Coachings im Sinne von Astrid Schreyögg (Schreyögg, Astrid, Coaching, Eine Einführung für Praxis und Ausbildung, Frankfurt 2003) "Coaching ist eine professionelle Form der Managementberatung. Bei dieser Verhandeln Führungskräfte 'unter vier Augen' oder in einer Kleingruppe alle für sie relevanten Fragestellungen mit einem Coach". Das beinhaltet: Coaching findet in der Arbeitswelt statt, der Coach ist ein ausgebildeter Coach, Coaching ist somit eine Maßnahme der Personalentwicklung. Coaching hat häufig Konflikte als Anlass, kann aber auch weitere individuelle (Führungs)-fragestellungen klären. Es dient dem Empowerment des Klienten. Der Coachingprozess wird flexibel an den momentanen Bedarf des Klienten angepasst.

Mediation ist eine Methode der strukturierten Konfliktbearbeitung, im Beisein eines allparteilichen Dritten. Der Begriff der Mediatoren bezieht sich ebenfalls auf ausgebildete Mediatoren. Zur Mediation gehört somit untrennbar der Konflikt. Mediation läuft in definierten Phasen ab, das vermittelt Sicherheit und hilft Konfliktthemen auf der Basis des Win-Win-Denkens aufzuarbeiten. Der stark formalisierte Ablauf beruhigt die Konfliktparteien und deren Ergebnishoheit sichert eine große Freiheit bezüglich der Konfliktlösungen. Das Konfliktlösepotential der Mitarbeiter wird optimal genutzt, sie bleiben für ihre Lösungen die Experten und selbst verantwortlich.

Aus unserer Erfahrung beim Umgang mit Konflikten ist die Frage häufig nicht, Coaching oder Mediation, sondern, wann mit welcher Maßnahme beginnen. Mediation dient der aktuellen Krisenbewältigung im Konflikt und entlastet ein Team, das kann hilfreich sein, um eine gute Ausgangsbasis im Team zu schaffen, eine Klärung in Bewegung zu bringen, auch um die Themenkomplexe eines oder meist mehrerer Konflikte klarer zu strukturieren.
Führungskräfte sind oftmals durch längerfristige Konflikte verunsichert und reagieren mit Aussitzen oder Aktionismus. Coaching baut dann langfristig Konfliktbewältigungsstrategien der verantwortlichen Führungskraft auf und bearbeitet individuelle Konfliktmuster. Eine Stärkung und Weiterentwicklung der Führungskraft dient somit der nachhaltigen Konfliktprophylaxe.

Lesen Sie auch über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mediation und Coaching in zwei aktuellen Veröffentlichungen:
Elke Schwertfeger, Mediation und Coaching - Unterschied und Gemeinsamkeiten, in: Spektrum der Mediation, Ausgabe 23 (Herbst 2006)
Elke Schwertfeger, Konfliktcoaching und Mediation, Ergänzung oder 'Konkurrenz'?, in: Organisationsberatung, Supervision, Coaching 13 (3), 2006, S. 229-238 

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3. Aufgelesen

Lesetipp: Spektrum der Mediation #23 - "Mediation und Supervision in Organisationen"

Die Fachgruppe "Mediation in Organisationen/Wirtschaftsmediation" im Bundesverband Mediation e.V. hat zum zweiten Mal ein Themenheft der Fachzeitschrift "Spektrum der Mediation" (Ausgabe #23) gestaltet. Darin diskutieren Praktiker Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Beratungsformen Mediation, Coaching und Supervision (Angelika Iser: Unterschiede zwischen Mediation und Supervision bei MitarbeiterInnenkonflikten; Heike Baum und Ingrid Pfeiffer: Gegenüberstellung von Mediation und Supervision;  Elke Schwertfeger: Mediation und Coaching – Unterschiede und Gemeinsamkeiten; Peter Knapp: Coaching oder Mediation zur Bearbeitung von Konflikten) und liefern Anregungen zur Implementierung von Mediation in Unternehmen (Thomas Robrecht: Management und Mediation; Sabine Heegner: Umgang miteinander – Betriebsvereinbarungen; Frigga Maßholder: Mediation als Gesundheitsressource; Detlev Berning: Mediations- bzw. Interessenklauseln in Verträgen). 
Das Heft ist empfehlenswert für betriebsinterne und -externe Konfliktmanger und erhältlich über die Website des BM oder direkt bei Zweisicht.

Ein nicht ganz ernst gemeinter Tipp zur Erfassung der Konfliktkosten

Der "Meeting-Cube" ist eine Art Digitalwecker mit überdimensionalem Display und erfasst die Kosten von Meetings. Durch die Anzeige der Besprechungsdauer und der "Kostenuhr" sollen Treffen effizienter und stukturierter ablaufen. Lässt sich der "Meeting-Cube" auch zur Ermittlung von Konfliktkosten einsetzen? Wir hätten da so ein paar Ideen ...

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4. Aktuelles von Zweisicht

Der Klärungshelfer Dr. Christoph Thomann ist auf Einladung von Zweisicht in Freiburg

Ein besonderes 2-Tages-Seminar führen wir am 16./17. März 2007 mit Dr. Christoph Thomann durch. "Emotionen in der Mediation" wird der Schwerpunkt der Fortbildung in Klärungshilfe sein, zu dem sich alle Kolleg/innen mit einer Grundausbildung in Mediation anmelden können. Thomann wird neben seiner wichtigsten Methode, dem "Doppeln", weitere Ansätze zum Umgang mit heftigen Gefühlen und Extremsituationen vorstellen und praktisch anwenden.
Der Schweizer Klärungshelfer hat sich mit seinen demnächst drei Fachbüchern zur Klärungshilfe (Rowohlt-Verlag) einen Namen gemacht. Er arbeitet eng mit Prof. Friedemann Schulz von Thun aus Hamburg zusammen und hat dort promoviert.
Zweisicht knüpft damit an seine im letzten Jahr mit Stephan Ulrich (Frankfurt/Oder) begonnene Workshopreihe mit externen Referenten an. Pro Jahr laden wir ein bis zwei bekannte VertreterInnen aus Wirtschaftsmediation & Konfliktmanagement und verwandten Disziplinen zu einem mehrtägigen Seminar und zu fachlichem Austausch ein. Diese Tage sind Teil unseres internen Qualifizierungsprogrammes und bieten gleichzeitig Gelegenheit zur Erweiterung der kollegialen Basis mit ehemaligen Ausbildungsteilnehmer/innen und Fachkolleg/innen.

Neues Angebot an der Akademie im Park: Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation

Monika Oboth (Business Mediation Center), zertifizierte Trainerin des CNVC führt in Kooperation mit Christian Bähner (Zweisicht) eine berufsbegleitende Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall Rosenberg durch. Veranstalter ist die Akademie im Park in Wiesloch. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Akademieleiterin Daniela Spring, daniela.spring@remove-this.pzn-wiesloch.remove-this.de, Fon. 06222 552751

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5. Start unserer neuen Ausbildung in Wirtschaftsmediation

Auch 2007 führt Zweisicht wieder eine berufsbegleitende Ausbildung in Wirtschaftsmediation durch. Das 200-stündige Curriculum verteilt sich auf 7 Module und startet am 20.-22. April 2007 in Freiburg.
Die Mediationsausbildung vermittelt fundierte Kenntnisse in der Anwendung von Mediation in Wirtschaftsunternehmen, Verwaltungen/Behörden und sozialen Einrichtungen mit einem Schwerpunkt auf Konflikten in Gruppen und (Projekt-) Teams.
Neben den theoretischen und praktischen Grundlagen der Mediation sowie verschiedenen Interventionsmethoden aus Kommunikation und Psychologie werden Elemente aus der Organisationsentwicklung und Gruppendynamik vermittelt. Die Bereitschaft, am persönlichen Konfliktverhalten zu arbeiten und eigene Fallbeispiele einzubringen, ist Voraussetzung für die Teilnahme.
Mit Abschluss der Ausbildung können Sie als interne/r oder externe/r Mediator/in in Unternehmen und Organisationen bei Konflikten vermitteln.
Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne unser ausführliches Ausbildungscurriculum zu.
Natürlich können Sie auch erst einmal Zweisicht testen: Am 3. März führen wir einen Tagesworkshop "Wirtschaftsmediation" in Freiburg durch, bei dem Sie eine Einführung in die Arbeitsweise eines Wirtschaftsmediators erhalten und dabei uns und unsere Arbeitsweise kennen lernen können.

Sie kennen Interessenten für die berufsbegleitende Ausbildung in Wirtschaftsmediation? Für die Werbung einer Teilnehmerin/eines Teilnehmers bedanken wir uns mit einem von Monika Oboth handsignierten Buch Oboth/Seils: Mediation in Gruppen und Teams.

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6. Angebote für Professionals

  • Supervision für (Wirtschafts-)Mediator/innen (Christian Bähner, Freiburg, 16.02.07)
    Der Supervisionstag ermöglicht kollegialen Austausch in einer kleinen Gruppe, setzt neue Impulse und schafft Sicherheit und Entlastung durch Feedback. Im Mittelpunkt der Supervisionstage stehen das praktische Handeln, die berufliche Identität sowie fachliche Fragen. Weitere Details.
  • Tagesworkshop Wirtschaftsmediation (Christian Bähner/Elke Schwertfeger, Freiburg, 03.03.07)
    Praktische Einführung in die Mediation und gleichzeitig gute Möglichkeit, die Ausbilder/innen von Zweisicht und deren Arbeitsweise kennen zu lernen. Auf dieser Basis haben Sie eine Entscheidungsgrundlage, ob eine Mediationsausbildung für Sie geeignet ist.  Weitere Details.
  • Emotionen in der Mediation. Fortbildung in Klärungshilfe für Mediator/innen (Dr. Christoph Thomann, Freiburg, 16./17.03.07)
    Der bekannte Schweizer Klärungshelfer Christoph Thomann stellt das von ihm entwickelte Modell der Klärungshilfe vor und zeigt Interventionen zum Umgang mit heftigen Emotionen und Extremsituationen. Teilnahmevorraussetzung: Grundausbildung in Mediation. Weitere Details.
  • Berufsbegleitende Ausbildung "Wirtschaftsmediation. Konflikte in Organisationen und Teams konstruktiv lösen" (Christian Bähner/Elke Schwertfeger, Freiburg, Start: 20.-22.04.07)
    Die Mediationsausbildung vermittelt fundierte Kenntnisse in der Anwendung von Mediation in Wirtschaftsunternehmen, im öffentlichen Dienst und in sozialen Einrichtungen mit einem Schwerpunkt auf Konflikten in Gruppen und (Projekt-) Teams.
    Mit Abschluss der Ausbildung können Sie als interne/r oder externe/r Mediator/in in Organisationen bei Konflikten vermitteln. Weitere Details.

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7. Blick über den Tellerrand: Vernetzung, Fortbildung & Entwicklung

Mediator/innen-Netzwerk in Freiburg

Die Regionalgruppe Dreyeckland-Südbaden hat ihr Jahresprogramm 2007 veröffentlicht. An fünf Samstagen treffen sich Mediator/innen und an Mediation interessierte Personen zum Netzwerken. Jedes Treffen steht unter einem Thema, zu dem Referent/innen eingeladen sind.
U.a. wird Christian Bähner von Zweisicht am 03.02.07 einen Workshop zum Thema "Mediator/in im eigenen Betrieb? Zu Chancen und Risiken ..." durchführen.
Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zur Regionalgruppe.

Interessante Workshopreihe in Frankfurt/Main

Die Regionalgruppe Rhein-Main im Bundesverband Mediation e.V. führt eine Workshopreihe mit bekannten Referenten (und zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis) durch:
8.02.07: Anita von Hertel - "Professionelle Auftragsklärung"
08.05.07: Klaus Doppler - "Konfliktmanagement in Veränderungsprozessen"
07.11. 07: Ljubjana Wüstehube/Dirk Splinter - "Teamentwicklung und Mediation"
Weitere Informationen im Veranstaltungsflyer

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8. Abspann

Wenn Sie Fragen zu unseren Themen haben, schicken Sie uns bitte eine Mail an newsletter@remove-this.zweisicht.remove-this.de. Oder besuchen Sie uns im Internet unter www.zweisicht.de.

Dieser Newsletter geht an Kunden, Partner und Freunde von Zweisicht. Er beleuchtet Themen rund um Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation und informiert Sie über das Angebot von Zweisicht. Bitte empfehlen Sie uns weiter! Eine Weitergabe des Newsletters ist erwünscht.

Impressum:
Zweisicht.
Christian Bähner & Elke Schwertfeger
Basler Straße 19
79100 Freiburg
Fon: +49 (0)761 2022200
Fax: +49 (0)761 2024121
Mail: newsletter@remove-this.zweisicht.remove-this.de
Web: www.zweisicht.de
USt-ID: DE228314025

Zweisicht® ist eine eingetragene Marke von Christian Bähner und Elke Schwertfeger.


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