Newsletter Dezember 2015

„Konflikte sind die Mutter der Entwicklung.“
Helmut Glaßl (Thüringer Aphoristiker)

(c) Corina Bastian

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wir machen immer wieder diese Erfahrung in der Arbeit mit Konflikten und Veränderungsprozessen: Konflikte können für Menschen und Organisationen ein Anstoß zur Veränderung sein, sie können Entwicklung hervorbringen – wenn der Boden dafür bereitet ist. Und wie Kinder sich auflehnen (müssen), scheint sich manchmal alles gegen diese Weiterentwicklung zu sträuben.

In Organisationen kann innerbetriebliches Konfliktmanagement den Rahmen für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten bieten. Damit sie anstelle von Frust Entwicklung hervorbringen.

Mit Freude beobachten wir, dass auf immer mehr gesellschaftlichen Ebenen professionelles Konfliktmanagement vereinbart und gelebt wird. Davon berichten wir in diesem Newsletter – neben einer bunten Themenmischung aus Wissenswertem und Bemerkenswertem: von Konfliktanalyse online, über Handwerkszeug für Mediatoren bis hin zu Resilienztraining. Und nicht zuletzt ein Ausblick auf die kommenden Seminare und Ausbildungen, zu denen wir Sie / Euch herzlich einladen.

Viel Spaß beim Lesen, einen gelassenen Jahresendspurt und eine schöne Adventszeit wünschen

Elke Schwertfeger   Christian Bähner  Dr. Corina BastianBirgit Steiger

PS: Sie können unseren Newsletter auch als PDF-Dokument herunterladen.

 

 

Wissenswert

Save the Date: BM Kongress 2016 in Dresden

BM Kongress 2016 in DresdenUnter dem Motto „Mediationsvielfalt“ wird der Kongress des Bundesverbands Mediation im nächsten Jahr vom 4.-5. November 2016 in Dresden im Tagungshotel Westin Bellevue stattfinden.
Die Planungen laufen und können auf der Kongresswebsite eingesehen werden.

Konfliktanalyse online

(c) Elke SchwertfegerMehr Klarheit und Handlungsfähigkeit verspricht das Selbstcoaching-Programm „Konflikte klären“. Inhaltllich basiert es auf einem Buchkapitel aus „Selbstcoaching“ von Marion Fischer-Epe und Claus Epe. Die Fragen des Programms unterstützen das Hineindenken in den Konfliktbeteiligten, die Analyse wiederkehrender Interaktionsmuster und die Suche nach Ressourcen für die Konfliktlösung. Die Analyse eines konkreten Konflikts dauert rund zwei Stunden und eignet sich zur Selbstreflexion oder auch als Vorbereitung für die Konfliktparteien einer Mediationssitzung.
Kostenloser Download: www.fischer-epe.de/texte/konflikte_klaeren.php (17,4 MB; Windows)

Konfliktmanagement in europäischen Handelsbeziehungen: die Initiative Supply Chain

Supply Chain InitiativeEine freiwillige Verpflichtung zu Fairness in Handelsbeziehungen? Genau das hat sich eine Initiative von sieben europaweiten Verbänden entlang der Lebensmittelversorgungskette auf die Fahnen geschrieben: faire Beziehungen und die Praxis der Alternative Dispute Resolution (ADR). Die Mitglieder, darunter der Verband der Lebensmittel- und Getränkeindustrie (Fooddrinkeurope), der Einzelhandel (ERRT), Eurocommerce und Eurocoop sowie landwirtschaftliche Händler (CELCAA) einigten sich auf eine Reihe von Grundsätzen, auf „Spielregeln“ in der Zusammenarbeit. Für die Ratifizierung ist ein Nachweis zu erbringen, wie diese Grundsätze konkret gelebt werden. Aus der Lebensmittelindustrie und dem Handel haben sich bereits viele bekannte Unternehmen angeschlossen, darunter Größen wie Aldi (Nord und Süd), Edeka Zentrale AG & Co., Ferrero International S.A., Lidl, Kaufland, Metro Group, Nestlé, Unilever und Coca-Cola. Für Klein- und Kleinstunternehmer wurde die Registrierung vereinfacht. Erwähnenswert ist auch, dass die Homepage sowie alle Dokumente in 23 (!) Sprachen verfügbar sind – allerdings wohl maschinell übersetzt, es darf geschmunzelt werden!
Weitere Informationen: www.supplychaininitiative.eu

Konfliktmangement in öffentlichen Organisationen: ein neuer Round Table

Konflikte innerhalb des öffentlichen Dienstes professionell und systematisiert managen und lösen – das ist das Ziel des neu gegründeten „Runden Tisches Mediation und Konfliktmanagement in öffentlichen Organisationen“ (RTMKÖ). Initiiert wurde der Austausch durch das Niedersächsische Justizministerium, die Landeshauptstadt München, die Europa Universität Viadrina, die Polizei Baden-Württemberg, die Kolpingstadt Kerpen, der Postillion e.V., die Universitätskliniken Mannheim, Hamburg-Eppendorf, Tübingen und Würzburg und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg). Angelehnt an den „Round Table Mediation und Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft“ geht es den Mitgliedern um Vernetzung, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung bei der Einführung und Weiterentwicklung von Konfliktmanage­ment.
Jetzt vernetzen: www.rt-mkoe.de

Konfliktmanagement in Ihrer Organisation?

Zweisicht bietet innerbetriebliche Konfliktberatung - von der Konfliktbearbeitung zum Konfliktmanagementsystem. Wir entwickeln mit Ihnen Prozesse und definieren Anlaufstellen. Zusätzlich bilden wir Ihre Mitarbeiter/innen als Konfliktmanager/innen aus. So können sie z.B. erste Ansprechpartner für Konflikte vor Ort sein, die Konfliktparteien beraten, an in- oder externe Experten (z.B. Beratungsstellen oder Mediatoren) weiter vermitteln oder in einfacheren Fällen selbst eine unternehmensinterne Mediation anbieten. Sie sind gleichzeitig als Multiplikatoren Vorbilder für einen kooperativen Umgang mit Konflikten und Wegbereiter einer Kultur des fairen Streitens.
Interesse? Gerne erstellen wir Ihnen ein passgenaues Angebot für Ihre Organisation. Jetzt informieren!

Bemerkenswert

Dominik Wahlig ist neuer Geschäftsführer des Bundesverbands Mediation

Dominik Wahlig, WirtschaftsmediatorSeit dem 1. September 2015 ist Dominik Wahlig neuer Geschäftsführer des Bundesverbandes Mediation e.V. Wir gratulieren Dominik von Herzen und wünschen ihm für seine neue Tätigkeit viel Freude und ein gutes „Händchen“.

Ein bisschen macht es uns auch stolz. Wir durften Dominik im Jahr 2008/09 als Wirtschaftsmediator ausbilden. Dabei hat er uns mit seiner Person und seinen Mediationskompetenzen derart überzeugt, dass wir ihn seit 2010 als freien Mitarbeiter im Auftrag von Zweisicht einsetzen. Wir hoffen, dass wir trotz seiner neuen Aufgaben unsere Zusammenarbeit fortsetzen können. 

Werkzeugkoffer: Aktives Zuhören – drei Fallen und ein Lacher!

Werkzeugkoffer Aktives ZuhörenAktiv Zuhören ist aus unserer Sicht DIE Kernkompetenz und das wichtigstes Handwerkzeug einer jeden Mediatorin und Führungskraft. Wir machen in unseren Seminaren immer wieder die Erfahrung, dass viele Menschen das Tool kennen und es gleichzeitig nur wenige wirklich gewinnbringend einsetzen. Sich auf sein Gegenüber einzulassen, mitzuschwingen und seine Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse mit eigenen Worten wiederzugeben, um ihm Raum zur Selbstklärung zu geben – das ist weit mehr als eine Technik, sondern vielmehr eine innere Haltung.
Oft verwenden wir das Bild einer Schlossbesichtigung, um die Haltung beim Aktiv Zuhören zu verdeutlichen: Aktiv Zuhören ist vergleichbar ein wertvolles Schloss zu besichtigen. Mein Gegenüber ist der Schlossherr, dem ich vorsichtig, mit Schutzpantoffeln an den Füßen, folge und mir die Räume des Schlosses zeigen lasse. Dabei respektiere ich die Hausordnung: Ich gehe nicht in die für Besucher verschlossenen Bereiche, unterbreche die Führung nicht, um von meinem eigenen Schloss zu erzählen und fange nicht an, das Mobiliar umzuräumen – drei Bilder, die für die drei „Fallen“ stehen, in die wir häufig beim Aktiven Zuhören unbewusst stolpern:

  1. „Interview-Fragen“ zu stellen („Wann genau war das ...?“),
  2. eigene Geschichten zu erzählen („Das kenn ich, bei mir war das so ...“) und
  3. Ratschläge bzw. Lösungsvorschläge anzubringen („An deiner Stelle würde ich ...“).

Im exklusiven Downloadbereich für Newsletter-Abonnenten können Sie kostenlos eine Übung zum Aktiv Zuhören sowie weitere Praxistipps aus vorherigen Newslettern herunterladen. Den Link finden Sie am Ende dieses Newsletters.

Wie wichtig es ist, beim Aktiv Zuhören nicht in die „Lösungsfalle“ zu tappen, sehen Sie in dieser kleinen Paarszene (gefunden bei Esther Gerdts) – Schmunzeln erlaubt:

Lesenswert: „Kraft. Ein Resilienztraining“

Claudia Croos-Müller: Kraft. Der neue Weg zu innerer Stärke. Ein Resilienztraining, Kösel-Verlag, 2015.

Claudia Croos-Müller: Kraft. Der neue Weg zu innerer Stärke. Ein Resilienztraining, Kösel-Verlag, 2015.

Schon in den Vorgängern der „Überlebensbücher“ von Claudia Croos-Müller fanden sich einfache, wirkungsvolle Soforthilfen bei Stress und Ärger, Schlafstörungen oder auch Angst. In ihrem neuen Buch stellt die Neurologin und Psychotherapeutin nun gebündelt Übungen zur Stärkung der eigenen Resilienz vor. Sie erläutert ausserdem etwas ausführlicher ihre „Body2Brain-Methode“: Basierend auf der Tatsache, dass Körper und Gehirn ständig miteinander kommunizieren, geht es darum, durch einfache Körperübungen gezielt die eigenen Gefühle zu beeinflussen. Etwa durch Gähnen oder Summen das Glückshormon Serotonin auszuschütten oder durch Stampfen den x-ten Kaffee zu ersetzen. Gut lesbar, einfach umsetzbar und absolut einleuchtend – man denkt sich bei der Lektüre immer wieder: „So einfach - und warum mache ich das nicht schon viel länger?“ Das Buch ist gedruckt sowie als eBook erhältlich.

Das Buch ist bei Amazon und im gut sortieren Buchhandel erhältlich.

Lohnenswert: Offene Seminare ...

Klärungshilfe für Mediator/innen I (Schwerpunkt Zwei-Personen-Klärungen)
17. - 18. Dezember 2015 mit Christian Prior

Jetzt informieren: Details & Anmeldung

Dynamic Facilitation
17. - 19. Februar 2016 mit Matthias zur Bonsen

Jetzt informieren: Details & Anmeldung

Selbst-Annahme statt Selbst-Sabotage. Ein Seminar für Mediatoren, Coachs & Berater zu „The Work“ nach Byron Katie
08. - 09. Oktober 2015 mit Ina Rudolph

Jetzt informieren: Details & Anmeldung

... und Weiterbildung in Wirtschaftsmediation

(c) Kim Dai-Kuasook, Grook

21. Ausbildung Wirtschaftsmediation
Start: 21. – 23. April 2016 (sieben berufsbegleitende Module; Abschluss: 12. – 14.01.2017)

Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne unser ausführliches Curriculum zu und beraten Sie unverbindlich in einem persönlichen oder telefonischen Beratungstermin. Jetzt informieren!

Infoabend zur Ausbildung am Freitag, 19.02.2016, 18:00 bis 19:30 Uhr

Jetzt anmelden.

Für langfristig planende Menschen

Die Module für den 22. bis 26. Ausbildungsgang Wirtschaftsmediation sind bereits terminiert und auf der Website einsehbar: Termine 2016-2018 einsehen

Impressum

Unser Newsletter geht an Kunden, Partner und Kollegen von Zweisicht. Er beleuchtet Themen rund um Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation und informiert über das Angebot von Zweisicht. Eine Weitergabe des Newsletters ist  erwünscht.

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