Buchtipp: Musterbrecher. Die Kunst, das Spiel zu drehen

Was sind Musterbrecher? Menschen, die die Kunst beherrschen, das Spiel zu drehen. Menschen, die bereit und fähig sind, das gängige Fahrwasser zu verlassen und scheinbar selbstverständliche Abläufe zu hinterfragen. Nicht die Perfektionierung des Vorhandenen (die ohnehin nicht gelingt) ist ihre Devise. Es geht ihnen um den spielerischen Versuch, Sichtweisen zu ändern. Musterbrecher finden Lösungen für Herausforderungen – jenseits bekannter Regeln, klassischer Strategien und eingeübter Muster.

Buch | Musterbrecher | Führung

Die Musterbrecherinnen werden von einem Autoren-Team präsentiert, das an der Schnittstelle von Wissenschaft und Unternehmensberatung tätig ist. Im Sinne von best practice stellen sie sehr unterschiedliche Beispiele vor, die zweierlei gemeinsam haben: Immer geht es darum, herkömmliche (Führungs-) Muster zu brechen, um so Neues und Ungewöhnliches auszuprobieren und damit erfolgreich zu sein. Und immer gewährleisten die musterbrechenden Manager, dass Mitarbeiter ihre Potentiale entfalten und ihre Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Wertschätzung erfüllen können.

Die Beispiele handeln von der demokratischen Abfallbeseitigung über die selbstgesteuerte Personalentwicklung bis zur flexiblen Zielorientierung. Jedes Kapitel fasst abschließend die Erkenntnisse des Themas in wenigen Kernsätzen zusammen, so etwa im Kapitel: „Brillant selbst entfaltet. Warum Personalentwicklung nicht funktioniert“ (S. 99ff.): „1. Musterbrecher suchen nach Erfahrungen, die unter die Haut gehen. (...) 3. Musterbrecher benötigen keinen Weiterbildungskatalog. Sie entwickeln sich selbst. 4. Musterbrecher sind bereit, sich dem Risiko des Dialoges auszusetzen und dazuzulernen.“

In Form einer „Pressekonferenz“ werden der Leserin im abschließenden 14. Kapitel 85 Fragen gestellt, die die Quintessenz des Buches widergeben. Etwa: „Gebe ich dem Zufall eine Chance?“ oder „Weiß ich, dass Experimentieren Angst nimmt?“

Das Buch präsentiert keine neuen theoretischen Erkenntnisse, sondern zeigt „Macherinnen“, die längst Bekanntes (endlich) umgesetzt haben. Die Interview-Partner kommen dabei selbst zu Wort (teilweise werden komplette Dialoge 1:1 zitiert). Und so kann der Funke auch auf den Leser überspringen und das bewirken, was nicht verordnet werden kann: inspirieren und motivieren.


Kaduk/Osmetz/Wüthrich/Hammer: Musterbrecher

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Stefan Kaduk, Dirk Osmetz, Hans A. Wüthrich und Dominik Hammer. Musterbrecher. Die Kunst, das Spiel zu drehen. Murmann-Verlag 2015 (3. Auflage)*

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