Das heikle Honorar-Thema

„Und wieviel nimmst Du so am Tag ...?“ Meistens wird die Frage nach dem Honorar eher verstohlen beim zweiten Bier an der Bar gestellt. Unter Freiberuflern in der Weiterbildungsbranche bleiben Tages- und Stundensätze nach wie vor im Nebel der schwammigen Aussagen verborgen. Die Honorarstudie von Jürgen Graf (managerSeminare) bringt Licht in diesen Nebel. Wir stellen die darin ermittelten durchschnittlichen Sätze den brandneuen Honorarempfehlungen des Berufsverbands für Trainer, Berater und Coaches gegenüber.

Die Studie von Graf fasst die Antworten von 1.500 Weiterbildungsprofis zusammen. Untersucht wird auch, welchen Einfluss Faktoren wie Qualifikation, Berufsjahre, Geschlecht, Branchen- und Zielgruppenausrichtung auf die erzielbare Honorarhöhe haben können.

Es wird deutlich, dass Weiterbildungsanbieter einen langen Atem und strategischen Weitblick haben müssen, bevor sie finanzielle Sicherheit genießen. Auffällig ist dabei, dass Einzelkämpfer gegenüber institutionellen Anbieter – und seien es noch so kleine Netzwerkverbünde – nur deutlich niedrigere Sätze durchsetzen können. Berufseinsteiger müssen in den ersten vier Jahren mit wenig Auslastung bei niedrigen Honoraren rechnen, so dass ihr Jahresumsatz lediglich rund 40 % des Umsatzes in der Mitte des Berufslebens umfasst. Fremdsprachliche Durchführung heben laut der Studie den Tagessatz bei Männern um rund 450 Euro, bei Frauen um rund 200 Euro.

Wir stellen die Sätze den Honorarempfehlungen 2017 des Berufsverbands für Trainer, Berater und Coaches (BDVT) gegenüber, der zwischen den Sätzen von Startern, Professionals und Senior-Professionals unterscheidet.


Außerdem empfiehlt der BDVT Konzeption, Vor- und Nacharbeit zu berechnen – entsprechend dem jeweiligen Tagessatz für Beratung.

 


Quellen:

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