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Ehrenamtlich als Mediator arbeiten bei KoKo e.V. in Freiburg

Nicht jeder hat nach der Ausbildung in Wirtschaftsmediation die Möglichkeit, Mediationen in seinem direkten Arbeitsumfeld durchzuführen. Der Verein KoKo e. V. bietet ausgebildeten Mediatoren und Mediatorinnen die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren und Erfahrungen in unterschiedlichen Feldern zu sammeln. Marina Leibfried, Christa Iuga-Schnell und Ingrid Belser-Schweigler sind im Verein aktiv. In diesem Artikel geben sie einen Einblick in die Vereinsarbeit und ihre persönlichen Beweggründe.

Foto © Dominik Probst

Wer oder was ist KoKo?

KoKo steht für den im Jahr 2000 in Freiburg gegründeten gemeinnützigen Verein Konstruktive Konfliktbearbeitung e. V., der sich als offene Anlaufstelle versteht für alle, die bei Streit und Konflikten Unterstützung suchen. Eine Gruppe von ausgebildeten Mediatorinnen und Mediatoren hat sich bei KoKo e. V. zusammengeschlossen, um insbesondere Menschen und Organisationen mit eingeschränkten finanziellen Mitteln die Möglichkeit für eine professionelle Mediation, Konfliktberatung oder Konfliktmoderation zu bieten, damit konstruktive Konfliktlösungen nicht von der Größe des Geldbeutels abhängig sind. Wir arbeiten ehrenamtlich und auf Spendenbasis.

Wie bist du zur Mitarbeit gekommen? 

Auf der Suche nach kollegialem Austausch zu Fragen und Themen rund um Mediation sowie nach der Möglichkeit mit Kollegen und Kolleginnen gemeinsam zu mediieren, stieß ich auf KoKo. Nach einem kurzen Kennenlerngespräch folgte die Einladung zu einer KoKo-Monatssitzung. Der respektvolle Umgang, der professionelle fachliche Austausch und die wohlwollende Atmosphäre überzeugten mich prompt.

Warum engagierst du dich für KoKo?

Es sind verschiedene Gründe, mich ehrenamtlich zu engagieren. Zum einen, weil alle Menschen einen Zugang zu professioneller Unterstützung haben sollten – auch Personen, die sich aus finanziellen Gründen eine Mediation nicht leisten können. Zum anderen, weil durch dieses Angebot das Thema Mediation breiten Kreisen bekannt gemacht werden kann. Und schließlich aus ganz persönlicher, eigennütziger Motivation: Als Selbständige freue ich mich über den regelmäßigen Kontakt und fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Insbesondere die Vielfalt von Personen unterschiedlicher Herkunftsberufe und Branchen sowie das breite Altersspektrum bieten ein lebendiges Lernfeld. Kurz: Ein Engagement bei KoKo e. V. heißt „geben und nehmen“ und dies alles mit Freude.

Wie sieht dein Einsatz für KOKO konkret aus?

Wenn eine Mediationsanfrage an KoKo gerichtet wird, erhalten alle Mitarbeitenden von KoKo die Anfrage in anonymisierter und gekürzter Form. Wer die zeitlichen Kapazitäten hat und die Anfrage bedienen möchte, meldet die Bereitschaft zentral zurück. So findet sich i. d. R. ein Zweierteam, das den Fall gemeinsam bearbeitet. Ich kann also selbst entscheiden, wann ich mich für KoKo engagieren möchte.
Habe ich einen Fall angenommen, dann geht damit ein für Mediationen üblicher und vom jeweiligen Konflikt abhängiger Einsatz von Zeit und Ressourcen einher, zu dem ich mich verpflichte. Zusätzlich treffen wir uns einmal monatlich, um uns kollegial auszutauschen und uns regelmäßig fortzubilden. Auch dies bedeutet natürlich einen zeitlichen Einsatz, von dem wir aber alle auch viel mitnehmen.

Was würdest du Mediatoren und Mediatorinnen empfehlen, die sich für eine Mitarbeit interessieren?

Ich würde Interessierten mit einer abgeschlossen Mediationsausbildung empfehlen im Interneteinen ersten Eindruck über KoKos Werte und Leitlinien zu gewinnen. Den besten Eindruck gewinnt man jedoch über ein persönliches Kennenlernen. Wenn Interesse an einer Mitarbeit besteht, gerne das Kontaktformular ausfüllen und eine Monatssitzung besuchen.

 

 

Foto © Dominik Probst

 

 

— Mediation