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Mediation und Kreativität. Wie passt das zusammen?

Mediatoren müssen in der Konfliktvermittlung kreativ und erfinderisch sein, um die Konfliktparteien zu unterstützen, aus eingefahrenen Mustern auszubrechen und ungewöhnliche Lösungen abseits von Positionen zu finden. Denn im Konfliktfall können Konfliktparteien gar nicht oder nur sehr eingeschränkt kreativ sein.

Sind Konflikte schon stark eskaliert, ist die Stressbelastung entsprechend hoch und das Konfliktverhalten wird durch einen engen Fokus – den sogenannten Tunnelblick – bestimmt. Mediation zeichnet sich dadurch aus, dass sie einen sicheren Rahmen schafft, in dem schwierige Themen zur Sprache kommen und benannt werden können.

Mediation führt zu kreativen Lösungen

Mediatoren sorgen dafür, dass dieser Rahmen eingehalten wird. Sie führen die Konfliktparteien durch die fünf Phasen des Klärungsprozesses, die es den Konfliktparteien ermöglichen, sich nach und nach zu öffnen, sich gegenseitig verstehen und ihren Konflikt zu lösen.

Visualisierungen zu Beginn einer Mediation

Wenn wir zu Beginn einer Mediation Visualisierungen einsetzen, wie z. B. bei der Methode „Bilder malen” oder mittels Flipcharts, verstehen wir das weniger als Kreativitätstechnik. Visualisierungen können helfen, unbewusste Anteile von Konflikten mit den Medianten zu erschließen oder andere Perspektiven einzunehmen.

Kreativitätstechniken in der Lösungsphase

Der Einsatz von Kreativitätstechniken ist erst in Phase 4 angebracht. In der „Lösungsphase” wollen wir mit den Medianten von vorgefertigten Lösungen wegkommen und neue Ideen entwickeln. Damit Kreativitätstechniken zielführend sind, braucht es eine entspannte und offene Atmosphäre. Die Teilnehmer sollten bereit sein, miteinander ins Gespräch zu gehen und sich frei zu äußern. Hier hilft es, die Phantasie anzuregen und mit inneren Bildern zu arbeiten, um auf neue Gedanken zu kommen.

Mediation und Kreativität passen gut zusammen

Mediation und Kreativitätstechniken passen für uns gut zusammen und wir brauchen und nutzen unsere Kreativität auch in anderen Arbeitsbereichen und persönlich als Ausgleich. Jeder auf seine Weise.

 

So nutzen wir von Zweisicht unsere Kreativität:

 

Elke Schwertfeger, Geschäftsführerin von Zweisicht: Ganz im kreativen Arbeiten aufgehen kann ich beim Goldschmieden. Gestalterische Ideen umsetzen, mit technischen Herausforderungen konfrontiert sein, sie zu lösen und mich am Ergebnis freuen, das bringt mich in den kreativen Flow. Materialien über das Jahr zu sammeln, Ideen zu skizzieren, Kollagen im Ideenbuch festzuhalten und dann beim Tun es einfach fließen zu lassen, macht Freude und entspannt. Wenn das Ergebnis nicht immer so wird wie geplant, gehört das zum Kreativitätsprozess. Manchmal muss ich mit den Gegebenheiten des Materials mitgehen und loslassen und manchmal geht das Material mit mir mit. Das Schöne am Goldschmieden: Am Ende halte ich etwas in den Händen, dass ich anfassen kann und das sichtbar ist.
 

Christian Bähner, Geschäftsführer von Zweisicht: In meinem Garten entfaltet sich meine Kreativität. Ich liebe meinen japanisch angelegten Garten, der das Wesen der Natur widerspiegeln soll. Mit Felssteinen, Bäumen und Sträuchern im Formschnitt sowie verschiedenen Pflanzen und Wasser habe ich eine Landschaft gestaltet. Die Farben der Pflanzen verändern sich ständig und sie blühen teilweise nur sehr kurz. Der Formschnitt ist jedes Jahr eine besondere Herausforderung, bei der ich von erfahrenen Gärtnern lerne. Der Blick auf den Garten schafft Freude, Ruhe und Harmonie – eine wichtige Voraussetzung, um meine eigene Kreativität immer wieder neu zu entdecken.

 

Corina Bastian, Mitarbeiterin von Zweisicht: Im Wald, abseits der Pfade, mit meiner dreijährigen Tochter ... wir sind freudig gespannt, alle unsere Sinne sind offen. Da! Der weich bemooste Stamm – ist das ein Zwergen-Balkon? Und die bunten Blätter am Boden - die Tellerchen der Waldmäuse? Ein Spinnennetz mit Tautropfen - das funkelnde Diadem der Elfenprinzessin? Es kracht im Unterholz ... wir finden ein krummes Stöckchen - bestimmt hat der böse Troll seine Pistole vergessen. Hunger? Lass uns Tannenzapfennudeln kochen! Es riecht appetitlich nass-erdig-frisch.Wir schaffen uns eine Welt, grad wie sie uns gefällt.

 

Anna Meißner, Mitarbeiterin von Zweisicht: In vielen alltäglichen Dingen lebe ich meine Kreativität. Ich liebe es, zu fotografieren, um einen bestimmte Atmosphäre einzufangen, beim Schreiben mit Worten zu jonglieren, meinen Freunden Kaffeespezialitäten zu kredenzen oder auch ein leckeres Essen mit dem zu zaubern, was ich gerade im Kühlschrank finde. Kreativ sein, bedeutet für mich, Schönes zu gestalten. Kreativ ist aber auch das Spiel mit meinem Hund, der Moment, in dem ich einem Impuls folgend mit ihm über das Feld renne und einfach den Moment genieße.

 

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