Mit diesen 3 Impulsen besänftigen Sie Ihren inneren Kritiker nachhaltig

Wenn Menschen sich für eine Ausbildung in Wirtschaftsmediation bei Zweisicht entscheiden, dann entscheiden Sie sich auch für persönliche Entwicklung. Gerade zu Beginn der Ausbildung oder beim Übergang in die eigene Mediationspraxis erleben wir häufig, dass Teilnehmende sehr kritisch mit sich sind. In diesem Artikel stellen wir Ihnen drei Möglichkeiten vor, um Ihren inneren Kritiker nachhaltig zu besänftigen.

Innerer Kritiker | Mediation | Achtsamkeit

Die Gründe für die innerliche Fehlersuche sind evolutionsbedingt. Unser Gehirn ist auf Gefahrenabwehr spezialisiert und reagiert im „Überlebensmodus“ schneller auf das, was (noch) nicht so gut läuft, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der „Überlebensmodus“ ist vereinfacht gesagt eine Stressreaktion. Das erklärt auch, warum der innere Kritiker gerade dann lauter wird, wenn wir eine neue Fähigkeit lernen oder erste Versuche unternehmen, sie anzuwenden. Die neue Situation und die ungewohnten Anforderungen lösen erstmal Stress aus. Das ist ganz normal. Wenn Sie sich dieser Mechanismen bewusst werden, können Sie mit den folgenden Maßnahmen aktiv entgegen wirken.

Praktizieren Sie Meditation und Achtsamkeit.

Wenn Sie einen Zugang haben zu Meditation und Achtsamkeit, dann empfehlen wir Ihnen das Buch und 3 CDs mit Anleitungen und Übungen von Rick Hanson, Selbstgesteuerte Neuroplastizität. Arbor Verlag*auszuprobieren. Dieses Programm basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung, wonach auch vorübergehende Erfahrungen in neue neuronale Strukturen umgewandelt werden. Die Übungen und Meditationen beziehen alte kontemplative Techniken aus dem Buddhismus mit ein. Regelmäßige Achtsamkeitspraxis verändert nachweislich unser Gehirn und hilft, den Fokus bewusst zu lenken, z. B. auf das, was bereits gut funktioniert. Das wiederum erhöht die Zufriedenheit und verstärkt das persönliche Glücksempfinden.

Nutzen Sie ressourcenorientiertes Feedback zur Selbstreflexion.

In unseren Ausbildungen legen wir großen Wert auf ressourcenorientiertes Feedback. Nach den Rollenspielen werten die angehenden Mediatoren für sich aus, was sie in ihrer Mediationspraxis beibehalten, wovon sie mehr machen wollen und was Sie zukünftig neu ausprobieren wollen.

  • Beibehalten: z. B.: „Du hast in jeder Situation versucht, mit beiden Beteiligten Blickkontakt zu halten. Ich hatte den Eindruck, dadurch hast du das Vertrauen von beiden gewonnen.“
  • Mehr: z. B.: „Herr X ist nach meinem Eindruck jedes Mal viel ruhiger geworden, wenn du ihm aktiv zugehört hast. Ich glaube, das hätte er öfter haben können.“
  • Neu: z. B.: „Um die ständigen Unterbrechungen durch Frau X zu unterbinden, hätte es vielleicht hilfreich sein können, ihr Papier und Bleistift zum Festhalten ihrer Gegenargumente zu geben.“

Diese drei Aspekte heben die Potentiale der Übenden hervor. Das ermutigt und motiviert selbst dann, wenn die Mediation im Rollenspiel schwierig war und sich der innere Kritiker mit erhobenem Zeigefinger meldet. Erfahrungsgemäß ist es uns viel weniger bewusst, was wir richtig gemacht haben und wie viele gute Momente es gab. Schauen Sie also stärker auf das, was Sie beibehalten wollen und geben Sie Ihren Erfolgen mehr Raum.

Beschäftigen Sie sich mit den Erkenntnissen der Positiven Psychologie.

Wenn Sie weitere Argumente für einen konstruktiven Umgang mit den eigenen Schwächen suchen, dann beschäftigen Sie sich doch mal mit der „Positiven Psychologie“. Es handelt sich dabei um einen eigenständigen Bereich der Psychologie, der seit den 90er Jahren die Bedingungen für ein gelingendes Leben erforscht. Einer der Begründer ist der international renommierte Psychologe Dr. Martin Seligmann. In seinem Buch Flourish – Wie Menschen aufblühen* beschreibt er sehr eindrücklich, wie seine Patienten durch eine Psychotherapie zwar ihre belastenden Symptome überwanden, aber danach nicht glücklicher und zufriedener waren. Um persönlich zu wachsen, reicht es nicht, nur die „Fehler“ zu beseitigen bzw. die eigenen Schwächen zu kennen, es braucht zudem die Beschäftigung mit dem, was Menschen stark macht, den guten Dingen in uns, unseren Stärken.

Führen Sie ein Dankbarkeitstagebuch.

Seligmann arbeitet u.a. mit einem Dankbarkeitstagebuch, um positive Gefühle zu fördern. Probieren Sie es doch einfach mal aus und notieren Sie jeden Tag drei gute Dinge, die Ihnen widerfahren sind. Sie werden merken, wie die „Jagd nach den guten Dingen“ bereits nach wenigen Tagen Ihre Wahrnehmung verändert und den inneren Kritiker nachhaltig besänftigt.

Sind Sie jetzt neugierig geworden und wollen sich eingehender mit den Erkenntnissen und Interventionen der Positiven Psychologie beschäftigen, dann empfehlen wir Ihnen das Seminar „Stärkenorientierte Interventionen in Mediation, Coaching & Beratung“ mit Dr. Markus Strauch.

 

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— Mediation



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