Resilienz in der Arbeitswelt fördern

Das Thema Resilienz hat Konjunktur. Das ist kaum verwunderlich: Die Fähigkeit, die individuelle psychische Widerstandskraft zu erhalten und zu stärken, gewinnt in Zeiten, in denen sich Erkrankungen wie Burn-out und Erschöpfungs-Depression volkswirtschaftlich auswirken, an Bedeutung. Wissenschaftlerinnen haben sich nun die Frage gestellt, ob und wie sich Resilienz am Arbeitsplatz fördern lässt.

Die Universitäten Freiburg und Erlangen-Nürnberg haben in einem Verbundprojekt „Resilire – Altersübergreifendes Resilienz-Management“ Instrumente entwickelt, mit denen sich die psychische Widerstandskraft im Arbeitsleben zunächst ermessen und dann auch fördern lässt.

Auf der Internetseite des Projekts können Mitarbeiter über einen Fragebogen ihre individuelle Resilienz testen, dabei werden die Werte direkt mit mehr als 3.000 anderen Beschäftigten verglichen. Zur Förderung von Resilienz entwickeln die Wissenschaftler zusammen mit einem Freiburger Software Unternehmen ein webbasiertes Training und überprüfen die Wirksamkeit beim Einsatz in Unternehmen unterschiedlicher Branchen.

Zugleich werden internen Schulungen konzipiert, die ins betriebliche Gesundheitsmanagement integriert werden können. Bemerkenswert ist dabei, dass auch das Training von Resilienz dem Diktat der Schnelllebigkeit unterworfen zu sein scheint: Von der Professur für Wirtschaftspsychologie der Universität Freiburg werden die entwickelten Formate als besonders „zeitökonomisch“ gepriesen. Beißt sich da nicht die Katze in den Schwanz?

 

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— Aus der Wissenschaft