Zweisicht. Bähner und Schwertfeger https://www.zweisicht.de/ Aktuelle Artikel zu Wirtschafts-Mediation und Ausbildung von Zweisicht.de en-gb Zweisicht. Bähner und Schwertfeger Tue, 20 Oct 2020 19:48:32 +0200 Tue, 20 Oct 2020 19:48:32 +0200 TYPO3 EXT:news news-295 Tue, 15 Sep 2020 10:51:00 +0200 Mit einfachen Visualisierungen Ihre Kunden begeistern – Interview mit Jörg Schmidt http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/mit-einfachen-visualisierungen-ihre-kunden-begeistern-interview-mit-joerg-schmidt.html Das Flipchart kann ein wundervolles Hilfsmittel sein, um in Mediation, Coaching oder Beratung Inhalte zu visualisieren. Wäre da nicht ein Problem: Sie denken, dass Sie nicht nicht malen können und kein Talent dafür haben. Dabei müssen Visualisierungen am Flipchart überhaupt nicht kompliziert sein. Jörg Schmidt macht in diesem kurzen Interview Mut zum (Ver-) Malen und erklärt, wie er in seinem Training ganz praktisch vorgeht. Jörg Schmidt war Mediator und Ausbilder für Mediation bis ihn das Visualisierungsfieber packte. Seit einigen Jahren arbeitet er nun schon als Visualisierungstrainer und Illustrator für Fachbücher. Sein Seminar „Einfach Visualisieren“ an der Zweisicht.Akademie in Freiburg erfreut sich jeder Jahr auf's Neue großer Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er es jedes Mal wieder schafft, die Teilnehmer*innen für den Einsatz des Flipchart in Mediation, Coaching und Beratung zu begeistern. Für diesen Beitrag haben wir ein kurzes Interview mit ihm geführt.

Wie ist dein persönlicher Bezug zum Thema Mediation und wie kamst du dazu, Visualisierungsworkshops zu geben?

Seit 2001 bin ich Mediator und seit 2006 Ausbilder für Mediation. Eines Tages sprach mich ein Kunde an, dass ihm die Flipcharts so gut gefallen würden und diese gleichzeitig sehr hilfreich für den Prozess gewesen wären. Er fragte, ob ich eine Fortbildung für seine Mitarbeiter durchführen könne. Dieser 2-tägige Workshop machte so viel Spaß, dass ich daraufhin ein offenes Training anbot. Die Nachfrage und das Feedback war so überwältigend, dass viele weitere Termine folgten.

Welche Möglichkeiten eröffnen sich durch Visualisierung in Mediation, Coaching, Beratung?

  1. Visualisierung hilft, Ideen und Gedanken zu externalisieren und damit für den Coachee oder die Streitparteien zugänglich zu machen.
  2. Bilder können Denkmuster offenlegen oder Zusammenhänge beschreiben, Wechselwirkungen aufzeigen und somit zum Reflektieren und Dialog einladen.
  3. Visualisierungen beschreiben Fakten, um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen und das Gesagte auf den Punkt bringen, stellen Emotionen und Gedanken dar und veranschaulichen innere Prozesse und Abläufe.
  4. Visualisierungen dokumentieren Beiträge, (Zwischen-)Ergebnisse und erhöhen das gegenseitige Verständnis entscheidend.
  5. Bilder unterstützen die Nachwirkzeit wesentlich deutlicher als Worte. Sie können mitgenommen oder abfotografiert werden und schaffen „handfeste Ergebnisse“.

Was ist die größte Hürde beim Visualisieren und wie hilfst du Seminarteilnehmern diese Hürde zu nehmen?

Über 90 % meiner Teilnehmer haben den Glaubenssatz "Ich kann nicht visualisieren". Daher besteht eine große Hürde darin, einfach anzufangen. Und dazu kommen noch die Fragen: „Wie geht das?” und „Wo und wie fange ich an?”.
„Einfach visualisieren” heißt auch „Einfach machen”. Die Teilnehmer visualisieren die meiste Zeit des Trainings an ihrem eigenen Flipchart. Dabei schauen sie bei mir Motive und Symbole in Schritt-für-Schritt-Anleitungen ab und entwickeln alsbald auch eigene Bilder.
Schon nach den ersten Übungen denken die Teilnehmer nicht mehr darüber nach, ob Sie es können. Sie machen es einfach. Sie lernen einfache und sehr wirkungsvolle Techniken und setzen diese um. Zunehmend gewinnen die Teilnehmer Sicherheit. Und am Ende des Tages stehen sie vor ihrer Flipchart und sagen: „Wow, ich kann´s ja doch - und es macht auch noch Spaß!”

Gibt es eine Erfolgsgeschichte eines Seminarteilnehmers, an die du dich gut erinnerst?

Nach dem Training bekomme ich oft die Rückmeldung, dass Teilnehmende das Gelernte in Beratungen oder Mediationen nicht nur einsetzen, sondern selbst positives Feedback von begeisterten Kunden bekommen. Das freut mich immer sehr und erfüllt eines der wichtigen Bedürfnisse eines Trainers, nämlich das nach Sinnhaftigkeit

 

Haben Sie jetzt Lust bekommen, es selbst einmal zu versuchen? Dann melden Sie sich zeitnah zum Seminar „Einfach visualisieren” an. Es findet nur einmal im Jahr in Freiburg statt. Die zehn Plätze sind erfahrungsgemäß schnell ausgebucht.


 Buchtipp:

 

Jörg Schmidt. Einfach visualisieren: Ein Praxistraining am Flipchart. Mit DVD. Junfermann Verlag 2016

 

 

 

 

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Mediation
news-326 Fri, 11 Sep 2020 11:39:39 +0200 Digitaler Mediationskongress 2020: Klimawandel - Heute für ein Morgen streiten http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/digitaler-mediationskongress-2020-klimawandel-heute-fuer-ein-morgen-streiten.html Der Bundesverband Mediation e.V. lädt zum digitalen Mediationskongress vom 24. – 28.11.2020. An vier Abenden und einem Tag erwartet die Teilnehmenden ein spannendes Programm rund um die Themen meteorologischer, gesellschaftlicher und politischer Klimawandel. Für Auszubildende in unseren laufenden Mediationsausbildungen ist die Teilnahme kostenfrei. Vom 24. bis zum 28. November 2020 treffen sich Mediator*innen aus der gesamten Bundesrepublik mit Expert*innen aus unterschiedlichsten Arbeitsgebieten, wie z. B. Politik, Integration, Bildung, Wirtschaft und Familie, zum BM-Kongress. Anders als bisher findet der Mediationskongress dieses Jahr digital statt und man kann an den Vorträgen und Diskussionsforen bequem von zuhause aus teilnehmen.

Wie verändert der Klimawandel die Arbeit von Mediator*innen?

Das Motto des Kongresses lautet „Klimawandel – Heute für ein Morgen streiten“ und ist damit aktueller denn je. Der meteorologische Klimawandel führt auch zu gesellschaftlichem und politischem Klimawandel. Das betrifft uns alle. Sicher haben Sie sich auch schon gefragt: Welche Herausforderungen kommen auf uns zu? Was bedeuten verstärkt auftretende Konfliktlinien in der Gesellschaft für die Konfliktbearbeitung? Wie verändern sich die Arbeitsgebiete für uns als Mediator*innen? Welche Konfliktlösungsmethoden und -strategien brauchen wir in der Zukunft?

Wo die Zukunft schon heute gemacht wird.

An insgesamt fünf Kongresstagen können Sie die Zukunft aktiv mitgestalten. Die virtuellen Veranstaltungsräume des Mediationskongresses werden zu einem Zukunftslabor. Sie entwickeln mit Kolleg*innen kreative Ideen und Strategien für einen umfassenden Klimawandel. Es wird darüber hinaus auch Raum geben für anregenden Diskussionen und Zeit für persönliche Gespräche.

Vier Keynote-Speaker geben Denkanstößen für die Welt von morgen .

Der Mediationskongress wird mit einer Keynote von Kübra Gümüsay eröffnet. Weitere Keynote-Speaker sind Prof. Dr. Heribert Prantl, Prof. Dr. Holger Bonin und Prof. Dr. Mojib Latif. Wir freuen uns darüber hinaus auf dreißig Workshops mit Expert*innen aus verschiedensten Arbeitsgebieten. Das Herzstück des Kongresses bilden sechs verschiedene Foren, die parallel zum Kongressverlauf angeboten werden.

Workshop „Betriebliches Konfliktmanagementsystem bei der DB-Systel“ mit Ulrike Blumenschein und Manuela Peter

Unser Programmtipp: Besuchen Sie den Workshop am Samstag, 28.11.2020, 11:30-14:00 Uhr zum Thema „Betriebliches Konfliktmanagementsystem bei der DB-Systel“. Die Referentinnen Ulrike Blumenschein und Manuela Peter sind Absolventinnen unserer Wirtschaftsmediationsausbildung. Sie erzählen vom Design und Aufbau eines Betrieblichen Konfliktmanagements im Bereich des agilen Managements - ohne klassischen Chef - bei dem wir von Zweisicht ebenfalls mitgewirkt haben.

Die Teilnahme am Mediationskongress ist für Auszubildende in Mediationsausbildungen kostenlos.

Für Auszubildende in Mediationsausbildungen haben sich die Organisator*innen des Mediationskongresses ein besonderes Schmankerl überlegt: Für sie ist die Teilnahme am digitalen BM-Mediationskongress 2020 kostenfrei. Das betrifft insbesondere auch die Teilnehmenden der 29. und 30. Ausbildung in Wirtschaftsmediation an der Zweisicht.Akademie. Für Mitglieder des Bundesverband Mediation e.V. beträgt die Teilnahmegebühr für den gesamten Kongress nur 75,- Euro.

 

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Mediation Kongresse & Veranstaltungen
news-325 Thu, 30 Jul 2020 09:07:31 +0200 Buchtipp von Christian Bähner: Der Neurochirurg, der sein Herz vergessen hatte http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/buchtipp-von-christian-baehner-der-neurochirurg-der-sein-herz-vergessen-hatte.html Wir bei Zweisicht tauschen uns regelmäßig darüber aus, was wir nach Feierabend lesen, welche Romane und Geschichten uns gefallen, weil sie uns inspirieren, zum Nachdenken anregen, amüsieren oder berühren. Zuletzt war Christian Bähner, Geschäftsführer und Wirtschaftsmediator bei Zweisicht, ganz begeistert von einem Buch, das er Ihnen nun auch hier im Blog vorstellt. Der autobiographische Roman „Der Neurochirurg, der sein Herz vergessen hatte“ von James R. Doty, renommierter Neurochirurg aus Stanford, beginnt zunächst wie viele amerikanische Geschichten: Kind aus einfachen und schwierigen familiären Verhältnissen, der Weg aus Armut und Alkoholismus scheint für ihn vorgezeichnet. Durch eine Mentorin unterstützt, lernt der 12-jährigen Junge vier praktische Übungen mit deren Hilfe er sich auf seine Fähigkeiten besinnt, Schule und Studium absolviert und durch Geschick und Glück steinreich wird.

Mit vier Übungen zu Reichtum und beruflichem Erfolg?!

Diese vier Übungen sind eine ganz praktische Anleitung in Achtsamkeit. Der junge Doty lernt mit Hilfe von Körperwahrnehmungsübungen und zur Hilfenahme seines Atems, sich zu entspannen (Bodyscan), seine Aufmerksamkeit zu halten (Meditation), sein Herz zu öffnen (Liebende Güte) und sich klare Ziele zu setzen (Imagination). Mit kindlichem Eifer und Vertrauen übt Doty regelmäßig und erreicht damit sein hochgestecktes berufliches Ziel und wird Arzt.

Selbstoptimierung ist nicht das Ziel.

Das Buch enthält viele bekannte Facetten der Heldengeschichte „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Doch es hat viel mehr Tiefgang. Es ist eine berührende und ermutigende Geschichte, wie sich mit echter Zuwendung, Vertrauen und Zuversicht eine vorgezeichnete Biographie verändern lässt. Sie ist sicherlich keine Schablone, um selbst Millionär zu werden. Schließlich vermittelt der Autor sehr deutlich, dass es bei den Achtsamkeitsübungen nicht um reine Selbstoptimierung und das Erreichen oberflächlicher, egoistischer Ziele geht.

Beim Streben nach Ruhm und Erfolg das Herz vergessen

Das hat Doty selbst schmerzlich erfahren müssen. Die Übungen verhelfen ihm zu beeindruckenden Erfolgen als Neurochirurg, bewahren ihn aber nicht davor, sich in Alltag und Routinen selbst aufzureiben, seine Ehe scheitert und zu seiner Tochter hat er kaum noch Kontakt. Als die Dotcom-Blase platzt, verliert er zudem noch sein ganzes Geld und vermeintliche Freunde wenden sich von ihm ab. Beim Aufräumen seiner Villa findet er sein altes Notizbuch aus der Zeit mit seiner Mentorin und es wird ihm bewusst, dass er bei seinem Streben nach Ruhm und Erfolg sein Herz vergessen hatte.

Wieder dem „Kompass des Herzens“ folgen

Trotz seiner schwierigen finanziellen Lage hält er an der Gründung einer Stiftung fest und erkennt für sich, dass seine Mentorin ihm zwar Techniken und Übungen lehrte, die Kraft durch die sich sein Leben nachhaltig veränderte, darin gelegen hatte, dass sie ihm ihre Zeit und Aufmerksamkeit schenkte und damit ihr Mitgefühl zeigte. Daraufhin entscheidet er sich bewusst, dem „Kompass seines Herzens“ zu folgen und seine Fähigkeiten und sein Geschick engagiert der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.

Warum die Übungen „ohne Herz“ nicht funktionieren

Mit finanzieller Hilfe des Dalai-Lama gründet er später das Center for Compassion and Altruism (CCAR) an der Stanford University in Kalifornien. Dort forscht und lehrt er über die positiven Effekte von Achtsamkeit und Mitgefühl. Als erfahrener Neurochirurg ist Doty bestens vertraut mit der Funktionsweise des Gehirns und erklärt auch im Buch auf einfache und verständliche Weise, warum die Übungen „ohne Herz“ nicht funktionieren.

Achtsamkeit und Mitgefühl praktisch im Alltag leben

Ein spannendes Buch, das leicht zu lesen ist und auf ansprechende Art in die Achtsamkeitspraxis einführt. Am meisten hat mir an dem Roman gefallen, dass er zeigt, wie Achtsamkeit und Mitgefühl im beruflichen Alltag praktisch gelebt werden können und welche konkreten positiven Auswirkungen sie auf das ganze Leben haben. Und das ist eine Frage, die viele Sachbücher über Meditation nicht aufzeigen können.


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James R. Doty. Der Neurochirurg, der sein Herz vergessen hatte. Eine wahre Geschichte. Scorpio Verlag 2017*

 

 

 

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Aktuelles Buchtipps
news-324 Wed, 29 Jul 2020 09:04:31 +0200 Ein Grund zum Feiern: Diese Intervisionsgruppe trifft sich seit zehn Jahren! http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/ein-grund-zum-feiern-10-jahre-intervisionsgruppe.html Seit zehn Jahren trifft sich eine Intervisionsgruppe aus der 7. Ausbildung in Wirtschaftsmediation regelmäßig zweimal im Jahr für 1,5 Tage. Seit 2010 haben sie sich also bereits zwanzigmal getroffen! Für ihr Jubiläum kamen die ehemaligen Teilnehmer*innen der Ausbildung in Wirtschaftsmediation nach Freiburg in die Räume der Zweisicht.Akademie, also an ihren Anfang zurück. Nach ihrem Treffen haben sie uns zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Es war ein toller Abend mit Lachen, Leichtigkeit und vielen schönen Erinnerungen an die Ausbildung. Wir bedanken uns an dieser Stelle auch nochmal ganz herzlich für die besondere Zeit mit den lieben Kollegen und Kolleginnen.

In der Gruppe hatten sie zuvor eine Runde gemacht und sich die Frage gestellt: Was hat die Gruppe für mich bedeutet? Hier kommt die Antwort:

Die Ausbildung bei Zweisicht war für uns alle ein prägendes Erlebnis – sei es für die noch junge Selbständigkeit, sei es weil damit eine "neue Welt" betreten wurde oder weil so viele spannende Menschen zusammenkamen.

Die Intervisionsgruppe, die wir während der Ausbildung gebildet haben, hat nun zehn Jahre Bestand. Für uns ist sie Rahmen für Fallbesprechungen - und noch weit mehr: Verlässlichkeit und totales Vertrauen, Möglichkeit sich auszuprobieren und sich zu verorten, Ort für fachliches und persönliches Wachstum, Begleitung durch manches Tal, eine Zeitinsel im Alltag für Besinnung und Fokussierung, Halt und Orientierungsrahmen – und: "Freunde, mit denen ich mich immer sauwohl gefühlt habe!"

Auf dem Foto von oben links: Oliver Strasser, Nicole Bullinger, Franz-Josef Gartz, Petra Agnesens-Heintz, Robert Erkan, Ute Liepold

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Aktuelles Mediation
news-323 Tue, 21 Jul 2020 08:27:34 +0200 Was hat dich heute zum Lächeln gebracht? – Eine Dankbarkeitsübung für Unternehmen http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/was-hat-dich-heute-zum-laecheln-gebracht-eine-dankbarkeitsuebung-fuer-unternehmen.html Dankbarkeit ist eine wichtige Gewohnheit, die respektvolle und wertschätzendes Zusammenarbeit in Unternehmen unterstützt. Bei einem unserer Firmenkunden haben wir eine Dankbarkeitsübung entdeckt, die wir seither selbst regelmäßig anwenden. In diesem Beitrag stellen wir sie vor. Wir von Zweisicht beraten Organisationen und Teams, wie sie respektvoll und wertschätzend zusammenarbeiten können. Dazu sind wir oft auch unterwegs, geben Mediationen und Konflikttrainings bei unseren Firmenkunden vor Ort.

Im Flur hing ein Poster mit der Aufschrift: „Was hat dich heute zum Lächeln gebracht?“

Bei einem Training in den Räumen von badenova – dem größten Umwelt- und Energiedienstleister in Freiburg – entdeckten wir im Flur ein Poster mit der Aufschrift: „Was hat dich heute zum Lächeln gebracht?“ Mitarbeitende hatten darauf mit Stiften und auf Post-its persönliche Bemerkungen geschrieben und ihren Dank ausgedrückt. Das hat uns berührt – und zum Lächeln gebracht.

Einfach, aber äußerst wirkungsvoll :-)

„Was hat dich heute zum Lächeln gebracht?“ – Eine einfache Frage mit großer Wirkung. Während Sie noch überlegen, zeichnet sich schon eine leichte Bewegung Ihrer Mundwinkel ab. Sie erinnern sich an etwas Positives und Ihr Körper macht sofort mit. Dabei genügt eine Kleinigkeit, wie z. B. das emsige Eichhörnchen im Garten, der Geruch von frisch gemahlenem Kaffee, die freundliche Begrüßung eines Kollegen, das kurze Feedback eines zufriedenen Kunden, ein paar Sonnenstrahlen, ...

Das hat uns inspiriert!

Wir dachten sofort: „So ein Poster wollen wir auch in unseren Räumen haben!“ Wir haben uns daraufhin damit auseinandergesetzt und die Übung auf unseren Bereich adaptiert. Die Grafiker*innen von Grook – Bureau für Gestaltung in Berlin haben für uns ein Poster und eine Postkarte im Corporate Design von Zweisicht gestaltet. Gerade kamen die Pakete aus der Druckerei und sie sehen toll aus!

Dankbarkeit praktizieren tut gut.

Dankbarkeit ist eine Praxis, die regelmäßiger Übung bedarf. Wir setzen dazu immer wieder Impulse in Trainings, Workshops und Mediationen, z. B. zum Tageseinstieg oder -ende oder als eigenständiges Thema. Der Effekt des Posters hat uns deshalb so begeistert, weil es unabhängig von einer Veranstaltung funktioniert und Dankbarkeit im Unternehmen quasi im Vorbeigehen und nebenbei kultiviert wird. Über die Zeit entsteht ein ganzer Schatz an schönen Momenten, über die man sich immer wieder freuen kann. Es tut gut, das Poster immer wieder in den Blick nehmen zu können. 

Dankbarkeitsübungen in Trainings, Workshops und Mediationen

Das Poster haben wir in unseren Akademieräumen aufgehängt. Wir sind schon gespannt, was unsere Teilnehmenden der Ausbildung in Wirtschaftsmediation und der Aufbauseminare darauf notieren. Dabei soll es aber nicht bleiben. Wir werden das Poster zukünftig auch in Konflikttrainings außer Haus einsetzen. Dann kann es anschließend vom Kunden als Anker für den Alltag genutzt werden und später weiter gefüllt werden.

Den Samen für wertschätzende und respektvolle Zusammenarbeit legen

Wir finden: Diese Dankbarkeitsübung darf sich noch weiterverbreiten – legt sie doch den Samen für eine wertschätzender und respektvolle Zusammenarbeit. An dieser Stelle sagen wir auch nochmal herzlichen Dank für die Inspiration an das Team von badenova!

Poster & Postkarten bestellen

Das Poster „Was hat dich heute zum Lächeln“ gebracht und die gleichnamigen Postkarten können bei uns käuflich erworben werden. Sie wollen das Poster für Ihre Räume bestellen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an dialog@remove-this.zweisicht.remove-this.de

Poster „Was hat dich heute zum Lächeln gebracht?“

1 Poster 15 EUR inkl. MwSt und Porto
5 Poster 25 EUR inkl. MwSt und Porto

Postkarten „Was hat dich heute zum Lächeln gebracht?“

10 Postkarten 5 EUR inkl. MwSt und Porto 

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Mediation
news-322 Tue, 12 May 2020 09:06:53 +0200 Live Online-Training in der Ausbildung in Wirtschaftsmediation http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/live-online-training-in-der-ausbildung-in-wirtschaftsmediation.html Noch vor kurzem wäre es für uns undenkbar gewesen, ein Live Online-Training in unserer Ausbildung in Wirtschaftsmediation durchzuführen. Für andere Bereiche, wie Inhouse-Schulungen, gab es diese Überlegung schon, aber in der Ausbildung, so dachten wir, könnte man den hohen praktischen Anteil schlecht über digitale Lernformen vermitteln – und dann kam die Corona-Pandemie. Als Mitte März 2020 die gesetzlichen Bestimmungen zur Begrenzung der Ausbreitung von COVID-19 in Kraft traten, waren wir von Zweisicht gleich doppelt betroffen. Zum einen wurden unsere Inhouse-Schulungen von vielen Firmen abgesagt und zum anderen durften wir auch keine Seminare und Ausbildungen an der Zweisicht.Akademie mehr durchführen. Dabei sollte in weniger als zwei Wochen eine neue Ausbildung in Wirtschaftsmediation starten. 

Wir machten uns viele Gedanken, wie wir die laufende Ausbildungsgruppe weiter betreuen sollten. Von den Ausbildungsrichtlinien sind Mediationsausbildungen als Präsenzveranstaltungen vorgegeben. Das ist auch sinnvoll, da die Ausbildung von den Rollenspielen und Kommunikationsübungen lebt.

Bis dahin hatte sich noch niemand überlegt, wie man diese online und in virtuellen Räumen durchführen könnte. Mittlerweile gibt es vom Bundesverband Mediation für Ausbilder*innen BM® eine Handreichung, in welchem Rahmen Live Online-Trainings anerkannt werden. Damit haben wir in dieser Frage Klarheit und Sicherheit. Das war sehr hilfreich. 

Es gab vieles zu organisieren und zu klären bis wir uns entschieden, dass wir ein Live Online-Training zunächst für die bestehende Ausbildungsgruppe konzipieren, das unseren Standards gerecht wird. Danach wollten wir entscheiden, ob wir auch mit der neuen Ausbildungsgruppe online starten können. 

Unser Fazit nach den ersten Live Online-Trainings ist:

Die Vorbereitung nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch

Die Vorbereitungszeit hat sich für uns verdoppelt bis verdreifacht. Wir müssen alle Inhalte und Übungen planen und visualisieren. Spontanität und die lebendige Dynamik zwischen den einzelnen Teilnehmende sind in der Programmgestaltung deutlich erschwert, z.B. Gruppeneinteilungen haben wir entsprechend schon vorher festgelegt und visualisieren diese dann.  

Persönlicher Kontakt ist in kleinen Gruppen gut herstellbar

Nähe und Kontakt sind in der großen Gruppe schwierig, in Kleingruppen allerdings auch online machbar. Wir machen deshalb viel häufiger einen Wechsel zwischen Plenum und Kleingruppen-Arbeit. 

Die Einheiten sind kurz und knackig mit vielen Pausen

Die Konzentration auf den Bildschirm, die reduzierten Sinneskanäle und das manchmal erforderliche Multitasking lassen die Konzentrationskurve bei uns und den Teilnehmenden schneller sinken. Die Gesamtdauer der Unterrichtseinheiten ist deshalb kürzer, die Pausen häufiger und länger.

Der Aufwand lohnt sich 

Es ist anstrengender als ein normales Training. Aber der Aufwand lohnt sich, denn unsere Teilnehmenden und wir sind froh und dankbar, dass es weitergehen kann. Trotz aller Vorbehalte, die wir früher hatten, müssen wir zugeben: Es hat erstaunlich gut geklappt. Deshalb haben wir auch am 07.-09.05.2020 mit der neuen Ausbildungsgruppe online gestartet.

Hochmotivierte Teilnehmende und tolles Feedback geben uns Energie und Kraft

Wir sind dankbar für die Möglichkeit, weiterarbeiten zu können. Für uns ist vieles neu und aufregend, wir trainieren dabei unsere Flexibilität und entwickeln unsere Trainingskonzepte weiter. Unsere Teilnehmergruppe ist hochmotiviert und fokussiert, da kommt viel Lernfreude bei uns an, das beflügelt uns. Trotz aller Krisenstimmung sind das sehr schöne Momente für uns.

Wir freuen uns, wenn auch in unsere Seminarräume in Freiburg wieder Leben einkehrt 

Bei all den positiven Seiten, die ein Live Online-Training derzeit bietet, freuen wir uns, wenn auch in unsere Seminarräume bald wieder Leben einkehrt. Denn eines ist sicher: Der virtuelle Kontakt kann den persönlichen hier vor Ort nicht ersetzen; wir freuen uns, z. B. wieder den Raum herrichten zu dürfen, unsere Teilnehmenden mit kleinen Snacks verpflegen und wenn sie die schöne Umgebung rund um die Zweisicht.Akademie für ihre Pausen nutzen können. Dieses Flair können wir leider virtuell nicht vermitteln. 

 

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Aktuelles Mediation
news-321 Tue, 07 Apr 2020 09:27:34 +0200 Lösungsfokussiertes Coaching – Schluss mit Missverständnissen! http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/loesungsfokussiertes-coaching-schluss-mit-missverstaendnissen.html Das Lösungsfokussierte Coaching nach Steve de Shazer, Insoo Kim Berg et al. wird heute in Beratungseinrichtungen rund um die Welt praktiziert und kontinuierlich weiterentwickelt. Dieser Gastartikel von Jörg Middendorf stellt die wesentlichen Hintergründe der Entstehung des Begriffs vor und räumt mit den damit verbundenen, grundlegenden Missverständnissen auf. Lösungsfokussiertes Coachings: Die Entstehung

1978 gründeten Steve de Shazer und Insoo Kim Berg zusammen mit anderen Therapeuten das Brief Family Therapy Center (BFTC) in Milwaukee/Wisconsin in den USA. Ziel des BFTC war es, möglichst effektive Wege in der Therapie zu finden. Der BFTC-Ansatz basiert auf der Erkenntnis: Interventionen, die zur Lösung führen, müssen nichts mit den Ursachen der Probleme von Klienten zu tun haben. 1982 stellten Steve de Shazer und Insoo Kim Berg ihren Ansatz erstmals vor.

Woher stammt der Begriff „Lösungsfokussiert“?

Eine Forschergruppe in Palo Alto rund um John Weakland, Richard Fisch, Paul Watzlawick etc. veröffentlichte 1974 einen Artikel mit dem Titel „Brief Therapy: Focused Problem Resolution“. 1986 schrieben Steve de Shazer, Insoo Kim Berg, Eve Lipchick et al. einen Artikel als Antwort darauf. Der Titel wurde entsprechend formuliert: „Brief Therapy: Focused Solution Development“. So wurde der Name „Solution Focused Approach“ übersetzt „Lösungsfokussierter Ansatz“ geboren.

Der Begriff „Lösungsfokussiertes Coaching“ führt häufig zu Missverständnissen.

In Deutschland hat sich dann noch die Variante „Lösungsorientiertes Arbeiten“ verbreitet und wurde zum Synonym für den „Lösungsfokussierten Ansatz“. Erst im Laufe der Zeit bemerkte man, dass der Begriff „lösungsfokussiert“ häufig zu Missverständnissen führt, insbesondere deshalb, weil er impliziert, dass es um Problemlösungen geht.

Missverständnis Nr. 1: Der Lösungsfokussierte Ansatz fokussiert auf Lösungen.

Der Lösungsfokussierte Ansatz fokussiert nicht auf Lösungen, da es sich bei einer Lösung ja immer um die Lösung eines Problems handelt. Dabei interessiert sich das Lösungsfokussierte Coaching nicht wirklich für die Analyse oder das Verstehen von Problemen. Der Klient wird zu Beginn des Coachings nicht einmal gefragt „Was führt Sie zu mir?“ oder „Was ist Ihr Anliegen?“, weil ihn dies automatisch dazu ermuntert, dass er sein Problem schildert – so wie er dies wahrscheinlich schon häufig gegenüber Freunden oder Kollegen getan hat. Beim Lösungsfokussierten Ansatz hält man dies für nicht zielführend und nicht hilfreich.

Richtig ist: Der Lösungsfokussierte Ansatz fokussiert die erwünschte Zukunft.

Daher lautet die erste Frage im Coaching häufig: „Was ist Ihre kühnste Hoffnung in Bezug auf das Ergebnis unserer Zusammenarbeit?“ Es wird also direkt nach dem Veränderungswunsch des Klienten gefragt. Der Lösungsfokussierte Ansatz nimmt die erwünschte Zukunft als Ausgangspunkt für das weitere Coaching. Wenn diese erwünschte Zukunft erreicht wird, spielt das ursprüngliche Problem i. d. R. keine Rolle mehr.

Missverständnis 2: Der Klient wird dabei unterstützt, Lösungen für seine Probleme zu finden.

Lösungsfokussiert heißt deshalb auch nicht, dass der Klient darin unterstützt wird, Lösungen für seine Probleme in ressourcenorientierter Art und Weise zu finden, sondern ihm zu helfen, ein möglichst konkretes Bild von seiner erwünschten Zukunft zu entwickeln. Durch die detaillierte Beschreibung – das „Ausmalen des Bildes“ – vergrößert der Klient die Wahrscheinlichkeit, diese auch zu erreichen.

Richtig ist: Der Lösungsfokussierte Ansatz unterstützt Klienten, sich ihrer Ressourcen bewusst zu werden.

Der Lösungsfokussierte Coach unterstützt den Klienten durchaus dabei, sich seiner Möglichkeiten bewusst zu werden. Im Lösungsfokussierten Coaching wird die Aufmerksamkeit des Klienten auf jene Verhaltensweisen gelenkt, die bereits funktionieren, um sie zu verstärken. Je klarer das Bild des Klienten von seinen Ressourcen vor dem Hintergrund der Situation ist, desto eher findet er darin Entwicklungsimpulse.

Missverständnis Nr. 3: Im Lösungsfokussierten Coaching wird nie über Probleme gesprochen.

Die Fokussierung auf die Zukunft bedeutet nicht, dass im Lösungsfokussierten Coaching nicht über Probleme gesprochen werden darf. Dazu ist der Leidensdruck vieler Klienten häufig zu groß. Oft ist es sogar sehr wichtig, dass der Leidensdruck und die aktuelle Coping-Strategie explizit vom Coach anerkannt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Coach versucht, das Problem zu verstehen, oder dass er in das Problem hineinfragt.

Richtig ist: Lösungsfokussiertes Coaching verzichtet auf eine Problemanalyse.

Der Coach braucht im Lösungsfokussierten Coaching weder mono-kausale noch multi-kausale systemische Hypothesen über die Ursachen des Problems, um den Klienten zu unterstützen. Das Erkunden des Problems und der Ursachen ist zwingend notwendig in technischen Systemen. Wenn ein Motor defekt ist, muss man herausfinden, wo die Ursache des Problems liegt, damit der Motor wieder läuft. Menschen funktionieren aber anders als Maschinen und daher sollte mach auch anders mit ihnen umgehen.

Missverständnis 4: Die Lösung hat etwas mit dem Problem des Klienten zu tun.

Ausgehend von technischen Systemen wird gerne geschlussfolgert, dass die Lösung in direktem Zusammenhang mit dem Problem steht. Doch die erwünschte Zukunft hat häufig nur wenig mit dem Problem zu tun, welches der Anlass für den Besuch beim Coach war. Je klarer man sich über die erwünschte Zukunft ist, desto stärker ist die Veränderung der Sichtweise der Gegenwart. So tritt das eigentliche Problem („störender Mitarbeiter“) in den Hintergrund und der Fokus richtet sich auf das Ziel des Klienten („erfolgreiche Führungskraft sein“).

Richtig ist: Probleme spielen für das Ergebnis des Lösungsfokussierten Coachings keine Rolle.

Probleme spielen im Lösungsfokussierten Coaching eine Rolle mit Blick auf den Anlass des Coachings oder die Wertschätzung des Leidens und der Coping-Strategie des Klienten. Für das Ergebnis des Coachings spielen Probleme so gut wie keine Rolle.

Lösungsfokussierter Ansatz meint „Preferred Future Approach“.

Die häufigsten Missverständnisse in Bezug auf Lösungsfokussiertes Coaching gehen also auf den Begriff zurück, der sich in Anlehnung an eine Artikelüberschrift eingebürgert hat, die die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zweier Coachingansätze betonen sollte. Doch wo es um „Lösungen“ geht, meint man, es bräuchte auch ein „Problem“. Das war in den frühen Anfängen teilweise auch noch so. Doch seit 1978 hat sich der Lösungsfokussierte Ansatz ständig weiterentwickelt und aus heutiger Sicht wäre die Bezeichnung „Preferred Future Approach“ deutlich treffender. Dieser könnte dazu beitragen, viele Missverständnisse zu vermeiden.

  • Sie wollen Menschen als Lösungsfokussierter Coach unterstützen, ihre Ziele zu erreichen? Dann fordern Sie jetzt unverbindlich Informationsmaterial zur Coachingausbildung an. Jetzt Infomaterial bestellen!

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Aktuelles
news-317 Fri, 21 Feb 2020 10:07:22 +0100 Wie Sie die passende Konfliktmanagement-Weiterbildung finden http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/wie-sie-die-passende-konfliktmanagement-weiterbildung-finden.html Mit diesem Beitrag weiten wir den Blick und schauen auf die neue Dekade an der Zweisicht.Akademie. Wir haben für Sie Fokusfragen vorbereitet, die Ihnen helfen, sich auf Ihre langfristigen Weiterbildungsziele auszurichten und leichter zu entscheiden, welche Seminare und Ausbildungen im Bereich Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement Sie als nächstes in Angriff nehmen wollen. Versetzen Sie sich in die Perspektive Ihres zehn Jahre älteren Ichs. Wie alt sind Sie in zehn Jahren? Wo möchten Sie im Leben stehen? Aus dieser Warte können Sie am besten entscheiden, welches Seminar oder welche Ausbildung sich als unterstützend für Ihre persönliche und berufliche Entwicklung über die nächsten Jahre herauskristallisiert.

Gleiches können Sie auch für Ihr Team erarbeiten. Wohin haben sich die einzelnen Teammitglieder entwickelt, welche Aufgaben erfüllen sie und welche Rollen nehmen sie – im Rahmen eines Konfliktmanagementsystems – ein? Mit diesen Entwicklungszielen können Sie den aktuellen Weiterbildungsbedarf für die Mitarbeitenden leichter definieren.

Im Folgenden stellen wir Ihnen das aktuelle Weiterbildungsprogramm an der Zweisicht.Akademie vor und wie Sie die einzelnen Angebote sinnvoll kombinieren können.

Konflikte in Teams und Organisationen konstruktiv lösen

Die Ausbildung in Wirtschaftsmediation ist das Herzstück der Zweisicht.Akademie. Diese intensive, berufsbegleitende Ausbildung legt den Schwerpunkt auf Mediation in der Arbeitswelt und qualifiziert Sie, um professionell in Konflikten in Teams und Organisationen zu vermitteln.

Sie gewinnen Souveränität und Gelassenheit im Umgang mit Konfliktsituationen, was Sie in allen Bereichen, in denen Sie mit Menschen zusammenarbeiten oder sie anleiten, einen großen Schritt weiterbringt.

Elke Schwertfeger und Christian Bähner haben das Curriculum konzeptioniert und seit 2003 ständig weiterentwickelt. Darin lassen sie ihr breites Wissen und ihre weitreichenden Erkenntnisse aus Teammediationen und aus der Begleitung und dem Aufbau von innerbetrieblichen Konfliktmanagementsystemen einfließen.

Die Ausbildungsdurchgänge starten zweimal jährlich im April und November und sind nach sieben Modulen abgeschlossen.

Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung professionell begleiten

Nach einer Mediation werden Mediatoren häufig gebeten, die Führungskraft oder Mitarbeitende weiter zu begleiten. Zwar können sie auf ihre „Werkzeuge“ aus der Mediation zurückgreifen, doch unterscheiden sich diese im Hinblick auf Rolle, Rahmen und Zielsetzung.

Mit der Ausbildung in lösungsfokussiertem Kurzzeit-Coaching mit Jörg Middendorf vom Büro für Coaching und Organisationsberatung Köln (BCO) bauen Sie Ihre Fähigkeiten aus und können professionell und passend auch über akute Konfliktsituationen hinaus, Einzelpersonen und Teams unterstützen mit mehr Leichtigkeit ihre Ziele zu erreichen.

Die Coachingausbildung beginnt in der Regel im Mai und umfasst vier Module. Sie bereitet sowohl auf die ICF-Zertifizierung als auch auf die Zertifizierung zum reteaming®-Coach vor.

Auftragsklärung verfeinern und zielführende Interventionen wählen

Mediation und Coaching ergänzen sich als Disziplinen. Aus Kundensicht ist es jedoch nicht zu durchschauen, wann welches Angebot das passende ist und was sich hinter welcher Bezeichnung verbirgt. Elke Schwertfeger ist Wirtschaftsmediatorin und ein gefragter Führungskräftecoach. In unserem neuen Seminarformat „Mediation und Coaching“ vermittelt sie, welche Überschneidungen und Ergänzungen es zwischen den beiden Disziplinen gibt, wie Sie Ihre Auftragsklärung verfeinern und die zielführende Intervention für Ihre Kunden wählen.

Sich selbst klären, die eigenen Stärken kennen und Prozesssicherheit gewinnen

Die Zweisicht.Akademie ist ein Ort, an dem Sie auftanken können, sich mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen austauschen, fachlichen Input und persönliche Impulse erhalten, die Sie motivieren und inspirieren.

Für die Absolventen unserer Ausbildungen und interessierte Kolleginnen organisieren wir eine Reihe von Aufbauseminaren mit bekannten Referenten aus der Mediatorenszene und angrenzenden Bereichen, u.a. Christian Prior, Jörg Schmidt, Ina Rudolph, Dr. Markus Strauch. Hier werden Sie fündig, wenn Sie sich selbst klären wollen, die eigenen Stärken kennen und Prozesssicherheit für Mediation, Coaching und Beratung gewinnen möchten.

Konflikte im betrieblichen Kontext verstehen und deeskalieren

Offene Seminare an der Zweisicht.Akademie sind das Pendant zu unseren Inhouse-Schulungen und richten sich speziell an Fach- und Führungskräfte. Sie können sie als Einzelpersonen, mit Kollegen oder dem ganzen Team besuchen.

Zum Einstieg in das Thema Konfliktmanagement bieten wir die zweitätige Fortbildung Souverän im Umgang mit Konflikten. Hier werden Konflikthintergründe verständlich. Sie lernen, wie Sie zwischenmenschliche Konflikte im betrieblichen Kontext schnell deeskalieren und Betroffene optimal „abholen“ können.

Stärkenorientierte Führung im Unternehmen (vor-)leben

Immer mehr Firmen setzen auf den Ansatz des Positive Leadership, denn die Wirkung ist belegt. So führt der stärkenorientierte Ansatz in der Führung auch das ganze Unternehmen zum Erfolg. Wir von Zweisicht sehen diese Entwicklung mit Freude, da sich Positive Leadership und unser Verständnis von Wirtschaftsmediation wunderbar ergänzen. Daher haben wir speziell für Führungskräfte das Seminar Positive Leadership mit Dr. Markus Strauch in unser Seminarprogramm aufgenommen.

Auf ein erfolgreiches Jahrzehnt für Sie und Ihr Team!

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit diesem Beitrag unser Weiterbildungsprogramm näherbringen konnten. Zum Schluss möchten wir Ihnen noch ein erfolgreiches Jahrzehnt wünschen. Und wenn Sie vor der Entscheidung stehen, welche Weiterbildung im Bereich Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement Sie weiterbringt: Wir von Zweisicht beraten Sie gerne!

 

 

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Aktuelles Konfliktmanagement
news-316 Thu, 09 Jan 2020 09:56:27 +0100 Mediation in der Praxis: Interview mit Petra Agnesens-Heintz http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/mediation-in-der-praxis-interview-mit-petra-agnesens-heintz.html In unserer Reihe „Mediation in der Praxis“ stellen wir ehemalige Teilnehmende unserer Ausbildung in Wirtschaftsmediation vor und wie sie die Ausbildungsinhalte in ihrer beruflichen Praxis einsetzen In diesem Beitrag berichtet Petra Agnesens-Heintz. Sie ist Diplom Pädagogin und arbeitet seit 27 Jahren als Sozialberaterin bei einem großen Unternehmen. Ihre Ausbildung als Wirtschaftsmediatorin hat sie 2009/2010 bei Zweisicht absolviert und im Anschluss die Lizenzierung durch den Bundesverband für Mediation e. V. erworben. 1. Was hat Dich dazu bewogen, die Ausbildung in Wirtschaftsmediation zu machen?

In meiner Rolle als Sozialberaterin bei einem großen Unternehmen war ich seit Jahren aktiv professionell in der Konfliktklärung tätig. Um noch mehr Rüstzeug für den Umgang mit Konflikten zu haben, entschied ich mich für die Ausbildung zur Wirtschaftsmediatorin. Von meinem Arbeitgeber wurde ich hierbei unterstützt. Ich war zu dieser Zeit auch schon freiberuflich als Supervisorin tätig und erlebte zu diesem Zeitpunkt viele Anfragen zur Konfliktdeeskalation in Teams. So entstand in beiden Tätigkeitsfeldern mein Wunsch, dafür noch besser qualifiziert zu sein.

2. Deine Ausbildung bei Zweisicht ist nun 10 Jahre her. Was ist Dir besonders in Erinnerung geblieben?

Die schöne Atmosphäre in den Seminarblöcken, die auch durch das Vorleben der Haltung eines Mediators von Elke und Christian sehr beeinflusst wurden. Gegen Ende der Ausbildung gab es auch in unserer Gruppe einen Konflikt, der von den beiden so gelöst wurde, wie wir es gelernt hatten. Auch die „Strenge“ der beiden im „Drankommen“ bei Rollenspielen kommt mir heute noch in manchen eigenen Situationen bei der Arbeit als Mediatorin wirklich zugute. Dass unterschiedliche Berufsgruppen in der Ausbildung waren, fand ich auch sehr hilfreich, da je nach Rolle in der Organisation verschiedene Sichtweisen auf Konflikte geworfen wurden. In die vorzüglichen Schulungsunterlagen schaue ich manchmal noch heute hinein. Wir treffen uns nunmehr auch schon seit zehn Jahren zweimal jährlich zu in unserer Intervisionsgruppe. Das gewachsene Vertrauen untereinander gibt Sicherheit. Unser gegenseitiger Austausch ist immer klasse. Mittlerweile treffen wir uns wechselweise an schönen Orten, so dass auch das Wohlbefinden beim Arbeiten nicht zu kurz kommt.

3. Hast Du Dich im Bereich Wirtschaftsmediation danach weiter spezialisiert?

Ich besuche regelmäßig Kongresse. Dazu habe ich eine Weiterbildung in Klärungshilfe gemacht. Meditation und Achtsamkeit in der Mediation interessieren mich. Auch dazu besuche ich Fortbildungen. 

4. Wie nutzt Du die Mediation heute?

Meine beiden Arbeitsfelder – „Non-Profit-Sektor“ im Bereich meiner Selbstständigkeit und „Industrie“ im Angestelltenverhältnis – befruchten sich gegenseitig. In beiden Kontexten geht es eigentlich um das Gleiche. Es geht um den Wunsch nach Freiheit in der Zusammenarbeit. Ich vermittle durch meine Arbeit, dass diese Freiheit nicht in der Entscheidung liegt, ob wir Konflikte wollen oder nicht. Konflikte sind normaler Bestandteil unseres Alltags. Wie man sie gut bewältigt, kann man lernen und damit kommt die Freiheit zurück.

In all meinen Einsatzfeldern treten Menschen in Beziehung, ohne sich manchmal bewusst dafür entschieden zu haben, z. B. durch Umstrukturierung im Unternehmen. Teams werden oft nicht nach Sympathie, sondern nach aufgabenbezogenen Kompetenzen zusammengestellt. Da sind Konflikte unausweichlich.

Durch neue agile Arbeitsformen werden Konflikte zukünftig noch mehr im Alltag auftreten. Da Bedürfnisse wie Sicherheit und Vertrauen durch veränderte Teamzusammensetzung schwerer erlebt werden können.

Mein Anliegen ist, eine Konfliktkultur zu etablieren, in der die Mitarbeitende befähigt werden, Konflikte als Chance zu sehen und nicht zu lange zu warten, auch in frühen Eskalationsstufen Experten hinzuzuziehen.

5. Was war bislang Dein größter Erfolg im Bereich Mediation?

Ich merke oft, dass ich innerhalb eines Bereichs, in dem ich schon mediiert habe, auch von anderen Teams viel früher (in den Eskalationsstufen) angefragt werde. Die Mitarbeiter haben vorher schon viel mehr selbst geklärt und wissen sehr genau, wo sie noch „neutrale Übersetzung“ durch mich benötigen. Das ist schon ein Erfolg.

Mein größter Erfolg war in einer extrem „zähen“ Mediation. Der stillste Teilnehmende gab in dem Moment, als ich innerlich schon aufgeben wollte, den entscheidenden Hinweis, der schließlich zur Konfliktlösung im Team führte. Er war in den drei vorangegangenen Terminen sehr kritisch und abwartend gewesen. Im vierten und letzten angekündigten Termin war es durch ihn – von meiner Wertschätzung aus der „Reserve gelockt“ – noch zu einer zukunftsweisenden Klärung gekommen. Das war toll.

6. Welche Hürden siehst Du beim Einsatz der Mediation in Deinem Arbeitsfeld?

Die Schwellenangst sich einer Mediation zu stellen, ist nach wie vor groß. Oft höre ich von Mitarbeitenden: „So schlimm ist es noch nicht, dass wir Sie benötigen.“ Auch gibt es noch viele Bedenken, dass der Konflikt durch eine Mediation eskalieren könnte. Heftige Gefühle sind im Unternehmenskontext ungewohnt oder sogar tabu. Deshalb fürchten sich die Beteiligten davor, dass sie zur Sprache kommen können. Dabei ermöglicht deren Benennen oft erst einen sachlicheren Umgang miteinander. Das Motto von Elke und Christian „Hinaus geht nur hindurch.“ hilft mir, optimistisch zu bleiben. Ich argumentiere häufig damit, dass Mediation ähnlich wie ein Hustenlöser wirkt, der dafür sorgt, dass alles herauskommen und richtig abgehustet werden kann, um dann zu heilen. Ich höre auch immer wieder vor allem von Führungskräften: „Mediation kostet zu viel Zeit.“ Dabei binden doch Konflikte die ganze Energie, führen zu Krankheit, Burnout usw. Frühzeitige, professionelle Hilfe spart Zeit, Geld und Nerven. 

7. Welchen Tipp hast Du für (frisch gebackene) Mediator/innen?

Ich würde frisch gebackenen Mediatoren und Mediatorinnen raten, sich nicht zu sehr selbst unter Druck zu setzen und sich bewusst zu machen, dass es Übung braucht. Es hilft, wenn man eigene „Fehler“ direkt anspricht und gegenüber den Medianden authentisch ist. Das ist professionell. Mediation ist ein ergebnisoffenes Verfahren. Manchmal gewinnt man „nur“ Klarheit über die jeweilige Position des anderen. Aber auch das ist in der Regel ein entlastendes Ergebnis für die Medianden. Ich nehme das immer schon vorweg, damit die Erwartungen aller realistisch bleiben.

8. Hast Du ein persönliches Motto oder Lieblingszitat zum Thema Konflikt, das Dich begleitet?

Meine 4 U's:

U nbearbeitete Konflikte sind

U rsachen für

U nötige „Kosten“ in

U nbekantem Ausmaß

Mehr über Petra Agnesens-Heintz finden Sie im Netz unter www.tbs-agnesens.de

 

  • Für detaillierte Informationen zur Ausbildung in Wirtschaftsmediation folgen Sie bitte diesem Link.
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Mediation Mediation in der Praxis - Mediatoren berichten
news-315 Fri, 06 Dec 2019 12:11:05 +0100 Mit diesen 3 Impulsen besänftigen Sie Ihren inneren Kritiker nachhaltig http://www.zweisicht.de/die-firma-zweisicht/aktuelles/artikeldetails/artikel/mit-diesen-3-impulsen-besaenftigen-sie-ihren-inneren-kritiker-nachhaltig.html Wenn Menschen sich für eine Ausbildung in Wirtschaftsmediation bei Zweisicht entscheiden, dann entscheiden Sie sich auch für persönliche Entwicklung. Gerade zu Beginn der Ausbildung oder beim Übergang in die eigene Mediationspraxis erleben wir häufig, dass Teilnehmende sehr kritisch mit sich sind. In diesem Artikel stellen wir Ihnen drei Möglichkeiten vor, um Ihren inneren Kritiker nachhaltig zu besänftigen. Die Gründe für die innerliche Fehlersuche sind evolutionsbedingt. Unser Gehirn ist auf Gefahrenabwehr spezialisiert und reagiert im „Überlebensmodus“ schneller auf das, was (noch) nicht so gut läuft, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der „Überlebensmodus“ ist vereinfacht gesagt eine Stressreaktion. Das erklärt auch, warum der innere Kritiker gerade dann lauter wird, wenn wir eine neue Fähigkeit lernen oder erste Versuche unternehmen, sie anzuwenden. Die neue Situation und die ungewohnten Anforderungen lösen erstmal Stress aus. Das ist ganz normal. Wenn Sie sich dieser Mechanismen bewusst werden, können Sie mit den folgenden Maßnahmen aktiv entgegen wirken.

Praktizieren Sie Meditation und Achtsamkeit.

Wenn Sie einen Zugang haben zu Meditation und Achtsamkeit, dann empfehlen wir Ihnen das Buch und 3 CDs mit Anleitungen und Übungen von Rick Hanson, Selbstgesteuerte Neuroplastizität. Arbor Verlag* auszuprobieren. Dieses Programm basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung, wonach auch vorübergehende Erfahrungen in neue neuronale Strukturen umgewandelt werden. Die Übungen und Meditationen beziehen alte kontemplative Techniken aus dem Buddhismus mit ein. Regelmäßige Achtsamkeitspraxis verändert nachweislich unser Gehirn und hilft, den Fokus bewusst zu lenken, z. B. auf das, was bereits gut funktioniert. Das wiederum erhöht die Zufriedenheit und verstärkt das persönliche Glücksempfinden.

Nutzen Sie ressourcenorientiertes Feedback zur Selbstreflexion.

In unseren Ausbildungen legen wir großen Wert auf ressourcenorientiertes Feedback. Nach den Rollenspielen werten die angehenden Mediatoren für sich aus, was sie in ihrer Mediationspraxis beibehalten, wovon sie mehr machen wollen und was Sie zukünftig neu ausprobieren wollen.

  • Beibehalten: z. B.: „Du hast in jeder Situation versucht, mit beiden Beteiligten Blickkontakt zu halten. Ich hatte den Eindruck, dadurch hast du das Vertrauen von beiden gewonnen.“
  • Mehr: z. B.: „Herr X ist nach meinem Eindruck jedes Mal viel ruhiger geworden, wenn du ihm aktiv zugehört hast. Ich glaube, das hätte er öfter haben können.“
  • Neu: z. B.: „Um die ständigen Unterbrechungen durch Frau X zu unterbinden, hätte es vielleicht hilfreich sein können, ihr Papier und Bleistift zum Festhalten ihrer Gegenargumente zu geben.“

Diese drei Aspekte heben die Potentiale der Übenden hervor. Das ermutigt und motiviert selbst dann, wenn die Mediation im Rollenspiel schwierig war und sich der innere Kritiker mit erhobenem Zeigefinger meldet. Erfahrungsgemäß ist es uns viel weniger bewusst, was wir richtig gemacht haben und wie viele gute Momente es gab. Schauen Sie also stärker auf das, was Sie beibehalten wollen und geben Sie Ihren Erfolgen mehr Raum.

Beschäftigen Sie sich mit den Erkenntnissen der Positiven Psychologie.

Wenn Sie weitere Argumente für einen konstruktiven Umgang mit den eigenen Schwächen suchen, dann beschäftigen Sie sich doch mal mit der „Positiven Psychologie“. Es handelt sich dabei um einen eigenständigen Bereich der Psychologie, der seit den 90er Jahren die Bedingungen für ein gelingendes Leben erforscht. Einer der Begründer ist der international renommierte Psychologe Dr. Martin Seligmann. In seinem Buch Flourish – Wie Menschen aufblühen* beschreibt er sehr eindrücklich, wie seine Patienten durch eine Psychotherapie zwar ihre belastenden Symptome überwanden, aber danach nicht glücklicher und zufriedener waren. Um persönlich zu wachsen, reicht es nicht, nur die „Fehler“ zu beseitigen bzw. die eigenen Schwächen zu kennen, es braucht zudem die Beschäftigung mit dem, was Menschen stark macht, den guten Dingen in uns, unseren Stärken.

Führen Sie ein Dankbarkeitstagebuch.

Seligmann arbeitet u.a. mit einem Dankbarkeitstagebuch, um positive Gefühle zu fördern. Probieren Sie es doch einfach mal aus und notieren Sie jeden Tag drei gute Dinge, die Ihnen widerfahren sind. Sie werden merken, wie die „Jagd nach den guten Dingen“ bereits nach wenigen Tagen Ihre Wahrnehmung verändert und den inneren Kritiker nachhaltig besänftigt.

Sind Sie jetzt neugierig geworden und wollen sich eingehender mit den Erkenntnissen und Interventionen der Positiven Psychologie beschäftigen, dann empfehlen wir Ihnen das Seminar „Stärkenorientierte Interventionen in Mediation, Coaching & Beratung“ mit Dr. Markus Strauch.

 

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Mediation