Hallo, mein Name ist Chiara und ich studiere Bildungswissenschaft und -management mit Kognitionswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Im Rahmen meines Studiums habe ich ein zehnwöchiges Praktikum bei Zweisicht absolviert. In dieser Zeit habe ich dem Team zugearbeitet und auch ein eigenes Projekt zum Thema „Resilienz“ auf die Beine gestellt.
Vor dem Praktikum zögerte ich noch, meinen Studienschwerpunkt auf Personal- und Organisationsentwicklung zu legen. Der Bereich interessierte mich, aber ich wollte sichergehen, dass es auch zu mir passt. Daher freute ich mich sehr, als auf meine Bewerbung eine positive Rückmeldung kam und darauf, dieses Arbeitsfeld kennenzulernen. Meine Vorfreude war genauso groß wie meine Erwartungen – und ich wurde nicht enttäuscht.
Mein Praktikum in drei Worten:
Wenn ich mein Praktikum in drei Worten beschreiben müsste, wären diese Herzlichkeit, spannende Einblicke und Offenheit.
1. Herzlichkeit
Das Wort „herzlich“ kam mir in den letzten zehn Wochen oft in den Sinn. Vielleicht auch, weil dies der Wortlaut der Verabschiedung in der E-Mail-Signatur ist. Doch dieses Wort stellt nicht nur eine einfache Floskel dar, sondern beschreibt gut, wie ich im Team aufgenommen wurde. Zweisicht ist ein kleines Unternehmen, mit einem Team, das eine familiäre Atmosphäre schafft. Anna, Assistenz mit Spezialisierung auf Online-Marketing und Kommunikation, sorgte dafür, dass ich mich schnell wohlfühlte. Sie arbeitete mich nach und nach ein, besprach wöchentlich meine Aufgaben und behielt mit mir meine persönlichen Ziele im Blick. Ich bin dankbar, für die Zeit, die wir uns für regelmäßiges Feedback nahmen.
Christian, Elke und Inga zeigten Wertschätzung für meine Arbeit und brachten mir damit die Motivation auch Fleißaufgaben gewissenhaft zu erledigen. Insgesamt erlebte ich das Team als sehr verbunden. Dies zeigte sich auch in den Meetings, die jedes Mal mit einer Achtsamkeitsübung anfingen. Gegenüber der Welt um uns herum und sich selbst. Erst danach startete der Austausch über das Unternehmen.
2. Spannende Einblicke
Es war sehr spannend zu sehen, wie die Theorie aus der Universität bei Zweisicht auf verschiedene Weisen in der Praxis umgesetzt werden. Der Wunsch nach fortlaufender Verbesserung liegt der Organisation am Herzen – und das sieht man auch. Ich durfte miterleben, wie ausgereift die Schulungen und das Programm für die Ausbildung zur Wirtschaftsmediation sind. Und welche Prozesse alle gleichzeitig im Hintergrund ablaufen müssen, dass es zu solchen Endprodukten kommt.
Diese ganzen Prozesse müssen organisiert werden. Auch wenn ich schon zuvor ein strukturierter Mensch gewesen war, so musste ich mir hier neue Techniken abschauen und erarbeiten, um den Überblick zu behalten. Dankbarerweise gab mir Anna Anreize für eine gute Struktur, aber letztendlich lag es an mir, meinen Tag mit den mir zugewiesenen Aufgaben selbst einteilen zu können. Mein Aufgabenbereich war sehr vielfältig und ging von Seminarorganisation über das Gestalten vom Online-Campus bis hin zum Marketing.
Spannend fand ich auch, während eines Rollenspiels in der Mediationsausbildung, in die Rolle einer Konfliktpartei zu schlüpfen. Ich erfuhr, wie es sich anfühlt, wenn man sich in einer Mediation befindet und welchen Unterschied beispielsweise Aktives Zuhören haben kann.
Die Teilnahme an Modulen der Ausbildung, sowie an Firmenschulungen ermöglichten mir viele kleine Gespräche mit Teilnehmenden. Sie gaben mir verschiedene Eindrücke aus dem Arbeitsleben und klärten mich nebenbei bezüglich eigener Interessen auf. Ich lernte dabei die Wichtigkeit von sozialen Netzwerken kennen, denn vor allem bei Zweisicht geht vieles ineinander über und baut aufeinander auf. So sind unterschiedliche Mitarbeitende, Referent*innen und Assistenzen ehemalige Ausbildungsteilnehmende.
3. Offenheit
Von Anfang an wurde mir Vertrauen geschenkt und mit ihr einher kam eine Offenheit. Gegenüber der Gestaltung meiner Arbeitszeiten und der Grad der Verantwortung, die mir zu Teil wurde. Außerdem fiel mir positiv die Bereitschaft auf, mich über Arbeitsabläufe, Materialien und Internes aufzuklären. Mir wurden die unterschiedlichsten Materialien bereitgestellt und ich wurde wo möglich überall miteinbezogen und mitgenommen. Begeistert war ich auch von der Bibliothek, in die ich regelmäßig schaute, um Einblicke in die vielseitigen Themen zu erhalten, die sich im Programm von Zweisicht wiederfinden lassen. Mit der Zeit habe ich dann die Routine in den Aufgaben und meinen Platz im Team gefunden. An dem Zeitpunkt stieg meine Motivation, etwas Neues auf die Beine zu stellen: ein eigenes Projekt.
Mein eigenes Projekt zum Thema „Resilienz“
Ich habe eine Lerneinheit zum Thema „Resilienz“ für Führungskräfte und Mediator*innen entworfen mit einem umfangreichen Handout bzw. Workbook. Auf diese Weise konnte ich an meine Erfahrungen aus einem Resilienz-Training anknüpfen, das mich über Umwege zu Zweisicht brachte. Denn Konflikt- und Stressmanagement waren ein großer Teil des Trainings.
Zweisicht ermöglichte es mir, mich weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen und tiefer einzutauchen. Ich war mit großer Motivation bei der Sache geblieben und das konstruktive Feedback, brachte mich schrittweise weiter. Das Projekt habe ich schließlich dem Team präsentiert und innerhalb meines Praktikums abgeschlossen.
Mir hat mein Praktikum bei Zweisicht so gut gefallen, dass es mir schwerfällt, das Unternehmen zu verlassen und wieder an die Uni zurückzukehren. Ich habe neben den ganzen Aufgaben und Abläufen im Unternehmen so viel über mich gelernt. Da bleibt mir am Ende nur noch „Danke!“ zu sagen.
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