Sind wir als Mediator*innen zu politischer Neutralität verpflichtet?

Das Prinzip der Allparteilichkeit ist eine wichtige Grundhaltung in der Mediation, doch es gibt Grenzen. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wann und warum wir uns als Mediator*innen politisch klar positionieren.  

Sind wir als Organisationsberatung Zweisicht in der heutigen Zeit politisch neutral? Beziehen wir Stellung zu gesellschaftspolitischen Themen? Was, wenn unsere Kundinnen und Kunden anderer Meinung sind? Halten wir uns besser zurück, nach dem Motto „nicht über Politik und Kirche reden“? 

Wir vermitteln in unseren Firmentrainings und unserer Mediationsausbildung eine konstruktive und wertschätzende Haltung, die auf einem positiven Menschenbild beruht und durch gute Methodik wirkungsvoll in der Anwendung wird (zum Beispiel: „Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg” statt „rhetorischer Tricks”). Damit sind wir schon politisch. 

Wir setzen uns für ein menschliches Miteinander ein und das bezieht sich nicht nur auf die Arbeitswelt. Sind wir Idealisten? Ja, wir glauben an die Chancen von kooperativem Miteinander! 

Themen, die uns wirtschaftlich, geopolitisch, klimatechnisch als Gesellschaft fordern, können wir nur gemeinsam lösen. Ausgrenzung, Egoismus, Gewinner-Verlierer-Modelle haben, wenn überhaupt, nur kurzfristig Erfolg. Methoden der Diffamierung, der Hetze und der Gewalt führen am Ende immer zu Loose-Loose Situationen. Organisationen und Teams profitieren langfristig von respektvoller und fairer Zusammenarbeit, davon sind wir überzeugt. 

Wir setzen im Kontext von Mediation und Beratung einen klaren Stopp, wenn Menschen ausgegrenzt und Themen polarisiert werden oder Hetze betrieben wird. Wir diskutieren, gerne auch kontrovers, aber immer respektvoll, befassen uns in unserer Rolle als Mediator*innen und auch privat mit verschiedenen Ansichten. Für unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen haben wir immer ein offenes Ohr.

Wer an dieser Stelle nicht mitgehen kann, polemisiert oder hetzt, möge uns meiden, unsere Sozialen Kanäle entfolgen, uns nicht beauftragen. Hier passen wir nicht zusammen.  

Das ist das, was uns im großen Ganzen beschäftigt, worüber wir uns auch bei Zweisicht Gedanken machen: Wie gehen wir damit um, wenn unserer Werte verletzt werden? Wie geht es uns (persönlich) damit, wenn wir mit unseren kooperativen Methoden und Ansätzen am Ende sind? In diesem Jahr wollen wir im Blog immer wieder den Blick darauf lenken und Stellung zum Zeitgeschehen beziehen.  

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